
Polizei-Einstellungstest 2026: Ablauf, Aufgaben und die häufigsten Fehler Test Booster
Fit für deinen Einstellungstest?
Vier Aufgabentypen, die den meisten Bewerbern Probleme bereiten. Löse sie in Ruhe — die Lösungen siehst du erst, wenn du die Auswertung anzeigst.
Matrizen
Große Matrix vervollständigen
Welche Figur (A–H) vervollständigt die Matrix?
Zahlenreihen
Wechselreihe fortsetzen
Welche Zahl setzt die Reihe fort?
7 · 100 · 10 · 92 · 16 · 76 · 28 · ?
Räumliches Denken
Würfelnetz zuordnen
Welcher Würfel lässt sich aus dem abgebildeten Netz falten?
Textaufgabe
Mehrstufige Rechenaufgabe
Ein Wasserbehälter wird von Pumpe A allein in 6 Stunden gefüllt, von Pumpe B allein in 4 Stunden. Beide starten gleichzeitig. Nach 1,5 Stunden fällt Pumpe A aus, Pumpe B läuft weiter. Wie lange dauert es insgesamt, bis der Behälter voll ist?
0 von 4 Aufgaben beantwortet
Überblick: Was ist der Polizei-Sporttest?
Der Polizei-Sporttest ist Teil des Auswahlverfahrens fast aller Landespolizeien und der Bundespolizei. Er prüft, ob du die körperlichen Grundvoraussetzungen für den Polizeiberuf mitbringst – also Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit und Koordination. Der Test findet in der Regel an einem festen Termin im Bewerbungsprozess statt und besteht aus mehreren Pflichtdisziplinen, die du nacheinander absolvierst.
Wichtig: Aufbau, Disziplinen und konkrete Richtwerte sind nicht bundesweit einheitlich. Welche Übungen du genau absolvieren musst und welche Zeiten oder Wiederholungszahlen gelten, legt jede Behörde selbst fest. Verbindlich ist immer die offizielle Ausschreibung der jeweiligen Landespolizei oder der Bundespolizei.
Typische Disziplinen
Auch wenn sich die Tests im Detail unterscheiden, tauchen bestimmte Disziplintypen in fast allen Bundesländern auf:
- Ausdauer: Cooper-Test (12 Minuten Laufen), 3000-Meter-Lauf oder vergleichbare Streckentests.
- Schnelligkeit: Pendellauf, 100-Meter-Sprint oder kurze Antritte mit Richtungswechseln.
- Kraft: Liegestütze, Klimmzüge, Standweitsprung, Medizinball-Stoß oder Sit-ups.
- Koordination: Hindernisparcours, Kasten-Bumerang-Test oder ähnliche kombinierte Übungen.
- Schwimmen: In einigen Bundesländern Pflicht, oft als separater Nachweis (z. B. Rettungsschwimmabzeichen).
Anforderungen je Bundesland
Die konkreten Richtwerte – also welche Zeit du im Lauf brauchst, wie viele Liegestütze du schaffen musst oder wie weit du springen sollst – legt jede Behörde individuell fest und passt sie regelmäßig an. Sie hängen außerdem von Alter und Geschlecht ab. Allgemeingültige Zahlen gibt es daher nicht.
Worauf du dich verlassen kannst:
- Die offiziellen Seiten deiner Landespolizei (bzw. der Bundespolizei) führen die aktuell gültigen Disziplinen und Richtwerte auf.
- Die Einladung zum Auswahlverfahren nennt verbindlich, was am Testtag von dir verlangt wird.
- Bei Unsicherheiten hilft der Einstellungsberater deiner Wunsch-Behörde weiter.
Verlass dich nicht auf Foreneinträge, alte Tabellen oder pauschale Aussagen aus Sozialen Medien – sie sind häufig veraltet oder beziehen sich auf ein anderes Bundesland.
8-Wochen-Trainingsplan
Wenn du eine solide Grundfitness mitbringst, kannst du dich in acht Wochen gezielt auf den Sporttest vorbereiten. Der folgende Plan ist ein Rahmen – passe ihn an deine offiziellen Disziplinen und deinen Fitnessstand an. Plane mindestens einen vollen Ruhetag pro Woche ein.
Woche 1–2: Grundlagen aufbauen
- 3× pro Woche lockerer Dauerlauf (20–30 Minuten) zur Verbesserung der Grundlagenausdauer.
- 2× pro Woche Ganzkörper-Krafttraining mit Eigengewicht (Liegestütze, Kniebeugen, Plank, Klimmzug-Versuche).
- 1× Mobility/Stretching, um Verletzungen vorzubeugen.
Woche 3–4: Spezifik erhöhen
- 1× pro Woche Intervall-Lauftraining (z. B. 6× 400 m mit Trabpausen) für Tempohärte.
- 1× pro Woche Sprint- und Pendellauftraining für Schnelligkeit und Wendigkeit.
- 2× pro Woche Kraft mit Fokus auf die Pflichtübungen deiner Behörde.
Woche 5–6: Wettkampfnah trainieren
- 1× Simulation der Lauf-Disziplin unter realistischen Bedingungen (Zeit nehmen).
- 1× Krafttest-Simulation: maximale Wiederholungen in den geforderten Übungen.
- 1× kombiniertes Training (Parcours-ähnlich), um die Belastungswechsel zu üben.
Woche 7: Belastung steigern, dann Tapering
- Zwei intensive Einheiten, danach Umfang reduzieren.
- Regenerationsmaßnahmen erhöhen: Schlaf, Ernährung, Mobility.
Woche 8: Tapering und Generalprobe
- Nur kurze, lockere Einheiten – keine neuen Reize.
- 3–4 Tage vor dem Testtag: vollständige Pause oder sehr lockere Bewegung.
- Am Vortag: Ausrüstung packen, früh schlafen, leichte Mahlzeit.
Häufige Fehler
- Zu spät starten: Wer erst zwei Wochen vorher beginnt, kann Ausdauer und Kraft nicht mehr substanziell aufbauen – Verletzungsgefahr inklusive.
- Pauschale Richtwerte aus dem Netz übernehmen: Trainiere immer für die Disziplinen und Richtwerte deiner konkreten Behörde, nicht für „den Polizei-Sporttest" allgemein.
- Krafttraining vernachlässigen: Liegestütze und Klimmzüge entscheiden in vielen Tests mehr als der Lauf – sie lassen sich kurzfristig am schwersten verbessern.
- Regeneration unterschätzen: Ohne Schlaf, Pausen und Ernährung bringt der beste Plan nichts. Übertraining drei Tage vor dem Termin ist klassisch.
- Am Testtag überpacen: Wer den Cooper-Test im Sprinttempo beginnt, bricht nach 6 Minuten ein. Gleichmäßiges Tempo schlägt eine schnelle Anfangsrunde.
Fazit
Der Polizei-Sporttest ist machbar – aber kein Selbstläufer. Entscheidend ist, dass du die richtigen Disziplinen trainierst (also die deiner konkreten Behörde), früh genug startest und Kraft, Ausdauer und Koordination ausgewogen entwickelst. Hol dir die offiziellen Anforderungen auf der Seite deiner Landespolizei und plane mindestens acht Wochen strukturierte Vorbereitung ein. Dann gehst du vorbereitet, ruhig und ausgeruht in den Testtag.