Einbürgerung & Weiterbildung

AdA-/AEVO-Prüfung: Ablauf, praktische Aufgabe und Vorbereitung

AEVO-Prüfung mit amtlichen Grundlagen planen: schriftliche Fälle, praktische Ausbildungssituation, Fachgespräch, Kammerunterschiede und Lernrhythmus.

14 Min. Lesezeit Aktualisiert am 05. Oktober 2026

AdA-/AEVO-Prüfung: Ablauf, praktische Aufgabe und Vorbereitung – Titelbild

Die Prüfung nach der Ausbilder-Eignungsverordnung besteht aus einem schriftlichen und einem praktischen Teil. Schriftlich werden fallbezogene Aufgaben bearbeitet; praktisch erläutert oder zeigst du eine Ausbildungssituation und begründest deine Gestaltung im Fachgespräch. Der rechtliche Rahmen dafür ist § 4 AEVO. Zur privaten Materialauswahl kannst du die AdA-/AEVO-Prüfungsvorbereitung von TestBooster heranziehen; Anmeldung und Prüfung liegen bei der zuständigen Stelle.

Deine Vorbereitung sollte von Anfang an beide Teile verbinden: Du analysierst Fälle aus den vier Handlungsfeldern und entwickelst zugleich eine begrenzte Ausbildungssituation, deren Lernziel, Methode und Kontrolle du erklären kannst. Die vier Felder sind in § 2 AEVO festgelegt. Ein reiner Fragenmarathon beantwortet noch nicht, warum du eine konkrete Lernaufgabe auf eine bestimmte Weise gestalten würdest.

Beispielaufgaben · Kostenlos & ohne Anmeldung

Fit für deinen Einstellungstest?

Vier Aufgabentypen, die den meisten Bewerbern Probleme bereiten. Löse sie in Ruhe — die Lösungen siehst du erst, wenn du die Auswertung anzeigst.

1

Matrizen

Große Matrix vervollständigen

Welche Figur (A–H) vervollständigt die Matrix?

2

Zahlenreihen

Wechselreihe fortsetzen

Welche Zahl setzt die Reihe fort?

7 · 100 · 10 · 92 · 16 · 76 · 28 · ?

3

Räumliches Denken

Würfelnetz zuordnen

Welcher Würfel lässt sich aus dem abgebildeten Netz falten?

4

Textaufgabe

Mehrstufige Rechenaufgabe

Ein Wasserbehälter wird von Pumpe A allein in 6 Stunden gefüllt, von Pumpe B allein in 4 Stunden. Beide starten gleichzeitig. Nach 1,5 Stunden fällt Pumpe A aus, Pumpe B läuft weiter. Wie lange dauert es insgesamt, bis der Behälter voll ist?

0 von 4 Aufgaben beantwortet

AdA, AEVO und Ausbildungsverantwortung einordnen

AdA steht im Weiterbildungsumfeld für „Ausbildung der Ausbilder“, AEVO bezeichnet die Ausbilder-Eignungsverordnung. Für die rechtliche Orientierung solltest du deshalb die Verordnung und die zuständige Prüfungsstelle als Ausgangspunkt nehmen. Ein privater Kursname ist zunächst die Bezeichnung eines Lernangebots. Er ersetzt weder die amtliche Prüfung noch die individuelle Klärung deiner späteren Ausbildungsverantwortung.

Das Berufsbildungsgesetz beschreibt fachliche Eignung als Zusammenspiel beruflicher sowie berufs- und arbeitspädagogischer Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten. Die berufliche Seite wird nicht durch eine pädagogische Prüfung allein vollständig beantwortet. Welche Voraussetzungen für deine konkrete Ausbilderrolle vorliegen müssen, ist anhand deines Berufs und deiner Nachweise zu prüfen. Diese Abgrenzung stützt sich auf § 30 Berufsbildungsgesetz.

Lege dir für die Planung zwei getrennte Fragen an: Was brauche ich zur Teilnahme an der AEVO-Prüfung, und welche Voraussetzungen betreffen meinen späteren Einsatz als Ausbilderin oder Ausbilder? Als örtliches Prüfungsbeispiel nennt die IHK Darmstadt keine speziellen Zulassungsvoraussetzungen. Daraus entsteht aber keine pauschale Aussage über jede spätere Ausbildungsberechtigung. Die konkrete Kammerinformation findest du bei der IHK Darmstadt unter den Zulassungsvoraussetzungen.

Wenn du bereits einen anderen Fortbildungsnachweis besitzt, prüfe außerdem eine mögliche Anerkennung. § 6 AEVO unterscheidet vorhandene Nachweise und Befreiungsmöglichkeiten; bei den dort genannten Antragswegen entscheidet die zuständige Stelle. Benenne deinen Abschluss genau und reiche keine bloße Selbsteinschätzung als Anerkennungsentscheidung ein. Der Ausgangspunkt dafür ist § 6 AEVO.

Produktvarianten und amtliche Prüfung auseinanderhalten

Bei der Suche begegnen dir unterschiedliche Namen für die private Vorbereitung. Sie müssen nicht unterschiedliche Prüfungen bedeuten. TestBooster ist ein unabhängiges Vorbereitungsangebot und keine Behörde; die folgenden Bezeichnungen stehen für private Vorbereitungsmaterialien. Achte bei deiner Auswahl auf den beschriebenen Lernumfang; die Prüfungsregeln findest du in der Verordnung und bei der für dich zuständigen Kammer.

Verwendete Bezeichnung und SeitenvarianteGedanke für deine MaterialsuchePersönliche Prüffrage
AEVO (IHK) Prüfungsvorbereitung; AEVO-Variante: aevo-ihk-pruefungsvorbereitungVorbereitung mit Bezug auf die prüfende KammerWelche Kammerhinweise gelten für meine Anmeldung?
AEVO Prüfungsvorbereitung; AEVO-Variante: aevo-pruefungsvorbereitungÜberblick über schriftlichen und praktischen LernbedarfWelche Handlungsfelder fallen mir noch schwer?
AEVO Vorbereitung; AEVO-Variante: aevo-vorbereitungAllgemeine Suche nach einem passenden LernzugangKann ich mit diesem Material meine offene Lernaufgabe bearbeiten?

Der Namensbestandteil „IHK“ im ersten Eintrag benennt den Prüfungskontext. Er begründet keine Kooperation zwischen privatem Anbieter und Kammer. Vergleiche Materialangebote deshalb anhand ihres tatsächlichen Inhalts und deiner Lernlücken. Bei offenen Fragen zum Angebot ist die jeweilige Beschreibung deine Referenz; bei rechtlichen oder organisatorischen Prüfungsfragen ist es die zuständige Stelle.

Für deine Ablage kannst du zwischen Kursmaterial, eigenen Entwürfen und Kammerunterlagen unterscheiden. Ein ausgefülltes privates Arbeitsblatt zeigt deine Vorbereitung. Eine Einladung beschreibt deinen Termin. Ein Prüfungsergebnis gehört wiederum zu den Abschlussunterlagen. Diese Trennung spart später Suchaufwand und verhindert, dass du einen Lernstatus mit einem amtlichen Nachweis verwechselst.

Die vier Handlungsfelder als zusammenhängenden Weg lernen

Die AEVO ordnet die berufs- und arbeitspädagogische Eignung vier Feldern zu: Ausbildungsvoraussetzungen prüfen und planen; Ausbildung vorbereiten und bei der Einstellung mitwirken; Ausbildung durchführen; Ausbildung abschließen. Die vollständige amtliche Gliederung steht in § 2 AEVO. Betrachte diese Felder als Orientierung für deinen Lernstoff, nicht als vier voneinander unabhängige Stichwortlisten.

Ein eigener durchgehender Lernfall kann helfen: Du stellst dir einen Betrieb vor, der eine neue auszubildende Person aufnehmen möchte. Zuerst sammelst du die Fragen, die vor Beginn zu klären sind. Danach entwirfst du einen nachvollziehbaren Einstieg. Im nächsten Schritt planst du eine kleine Lernaufgabe und ihre Rückmeldung. Abschließend überlegst du, woran du einen erreichten Lernstand erkennen möchtest. Dieses fiktive Beispiel dient deiner Vorbereitung und bildet keine zusätzliche amtliche Aufgabe ab.

Notiere für jeden Übergang, welche Informationen aus der vorherigen Phase gebraucht werden. Eine Lernaufgabe lässt sich beispielsweise kaum passend begrenzen, wenn du den angenommenen Vorwissensstand offenlässt. Ebenso wenig hilft eine Kontrolle, deren Maßstab du erst nach der Bearbeitung erfindest. Mit einer durchgehenden Notiz erkennst du solche Brüche schneller als beim getrennten Sammeln vieler Definitionen.

Halte deine erfundenen Betriebsdetails einfach. Du brauchst für eine Lernübung weder eine umfangreiche Personalakte noch ein kompliziertes Organigramm. Verwende nur Annahmen, die für deine pädagogische Entscheidung nötig sind, und kennzeichne sie als Annahmen. Wenn du für eine Rechtsfrage eine zusätzliche Grundlage benötigst, prüfst du diese gesondert; der erfundene Betriebsfall ist dafür kein Beleg.

Schriftlicher Teil: Fälle lesen und Entscheidungspunkte erkennen

Die Verordnung verlangt schriftlich fallbezogene Aufgaben aus allen Handlungsfeldern und nennt eine Soll-Dauer von drei Stunden. Sie legt an dieser Stelle keine allgemeine Zahl an Aufgaben für jedes technische Prüfungsformat fest. Diese Abgrenzung folgt aus § 4 Absatz 2 AEVO. Wenn ein privates Lernangebot eine bestimmte Aufgabenanzahl verwendet, behandle sie als Übungsformat, bis du die örtliche Information geprüft hast.

Für die Bearbeitung eigener Übungsfälle hilft eine kurze Lesestruktur. Bestimme zuerst, welche Entscheidung gefragt ist. Markiere danach die dazu relevanten Angaben und trenne sie von bloßem Hintergrund. Formuliere anschließend eine vorläufige Begründung, bevor du die angebotenen Antworten vergleichst. So erkennst du, ob du den Fall verstanden hast oder nur an einem bekannten Schlüsselwort hängen bleibst.

Trainiere besonders den Unterschied zwischen einer grundsätzlich sinnvollen Maßnahme und einer Maßnahme, die zur geschilderten Situation passt. Eine ausführliche Erklärung kann beispielsweise wenig helfen, wenn in deinem Übungsfall zuerst ein konkretes Missverständnis geklärt werden müsste. Du musst deshalb den Fall lesen, statt unabhängig davon eine allgemeine pädagogische Lieblingslösung einzusetzen.

Lege für schriftliche Fehler drei Zeilen an: falsche Annahme, übersehene Information und bessere Entscheidungsfrage. Schreibe nicht die gesamte Lösung ab. Eine Notiz wie „Vorwissen nicht berücksichtigt“ ist für die nächste Einheit nutzbarer als ein langer kopierter Absatz. Beim erneuten Bearbeiten prüfst du, ob du genau diesen Punkt jetzt selbst erkennst.

Zu Beginn sind kleine Einheiten ohne Zeitdruck sinnvoll. Später kannst du mehrere Themen mischen und einen begrenzten Zeitrahmen verwenden. Stelle dabei vor jedem Durchlauf klar, ob du gerade lernen oder deinen aktuellen Arbeitsstand beobachten möchtest. Nachschlagen passt zur ersten Aufgabe; bei der zweiten Aufgabe würde es deine Einschätzung verändern.

Praktischer Teil: Präsentation oder Durchführung bewusst wählen

Für den allgemeinen praktischen Prüfungsweg beschreibt § 4 AEVO eine Präsentation einer berufstypischen Ausbildungssituation mit Fachgespräch; insgesamt sind höchstens 30 Minuten vorgesehen, die Präsentation soll 15 Minuten nicht überschreiten. Anstelle der Präsentation ist eine praktische Durchführung möglich. Landwirtschaft und Hauswirtschaft besitzen dagegen ein eigenes Profil mit Durchführung und Fachgespräch bis höchstens 60 Minuten. Diese Unterschiede sind in § 4 Absätze 3 und 4 AEVO festgelegt.

Wähle dein Format anhand einer Ausbildungssituation, die du gut begrenzen und erklären kannst. Bei einer Präsentation musst du Entscheidungen verständlich darstellen. Bei einer Durchführung musst du den Lernprozess in deiner Darstellung tatsächlich gestalten. Frage dich vor der Festlegung, welche Form deine Situation klarer sichtbar macht und welche organisatorischen Angaben deiner zuständigen Stelle dazu vorliegen.

Entscheide nicht allein nach einer Vorlage, die im Internet besonders glatt wirkt. Ein fremder Entwurf kann auf Annahmen beruhen, die mit deinem Beruf oder deiner gewählten Person nichts zu tun haben. Erstelle zuerst eine kleine eigene Skizze und prüfe dann, welche Teile du schlüssig begründen kannst. Wenn du ein Element nur übernommen hast, weil es professionell aussieht, fehlt dir möglicherweise die Begründung fürs Fachgespräch.

Für die Wahl des Themas kann eine Eingrenzungstabelle helfen. Schreibe eine zu breite Aufgabe links und eine kleinere Lernaufgabe rechts auf. Prüfe anschließend, welches Ergebnis innerhalb deines eigenen Entwurfs beobachtbar wäre. Du kannst beispielsweise eine umfangreiche Geschäftsprozessbeschreibung auf einen einzelnen Prüfschritt reduzieren. Das Beispiel ist eine didaktische Anregung und keine Aussage darüber, welche Situation deine Kammer akzeptiert.

Ein eigenes Lernziel formulieren und die Ausgangslage erklären

Beginne deinen praktischen Entwurf mit einer verständlichen Ausgangslage. Beschreibe die angenommene Person nur so weit, wie es für die Aufgabe notwendig ist: Vorwissen, bisherige Erfahrungen und möglicher Unterstützungsbedarf. Vermeide unnötige persönliche Details. Für eine Übung reicht eine fiktive Beschreibung, mit der du nachvollziehbar erklären kannst, warum du den Einstieg auf eine bestimmte Weise gestaltest.

Formuliere anschließend ein Lernziel, dessen Erreichen du beobachten möchtest. Allgemeine Wörter wie „verstehen“ oder „kennenlernen“ lassen noch offen, was die Person am Ende tatsächlich tun soll. Beschreibe deshalb eine sichtbare Handlung und einen passenden Qualitätsmaßstab. Du könntest in deinem Entwurf etwa vorsehen, dass die Person einen einfachen Arbeitsschritt selbst erläutert und die wichtigsten Prüfpunkte benennt.

Verknüpfe das Ziel mit der gewählten Methode. Erkläre, warum du zunächst demonstrierst, Fragen stellst oder eine eigene Bearbeitung vorsiehst. Die Methode ist kein dekorativer Name. Sie muss zur Ausgangslage, zum Ziel und zur benötigten Rückmeldung passen. Wenn du an jeder Stelle dasselbe Schema verwenden möchtest, teste einen Fall, bei dem die Person schon mehr Vorwissen besitzt. Möglicherweise brauchst du dann weniger Vormachen und mehr selbstständige Bearbeitung.

Plane schließlich eine einfache Kontrolle. Sie sollte zum Ziel passen und nicht erst am Ende zufällig entstehen. Wenn du beispielsweise eine verständliche Erklärung als Ziel gesetzt hast, beobachtest du diese Erklärung auch tatsächlich. Eine reine Frage „Alles verstanden?“ zeigt für deine Übung weniger als die konkrete Bearbeitung eines kleinen passenden Schritts. Diese Hinweise sind Gestaltungsvorschläge und keine verbindliche Bewertungsmatrix.

Fachgespräch: deine Gestaltung nachvollziehbar begründen

Nach der Präsentation beziehungsweise Durchführung wird die Auswahl und Gestaltung der Ausbildungssituation im Fachgespräch erläutert. Diese rechtliche Aufgabenbeschreibung steht in § 4 Absatz 3 AEVO. Für die Vorbereitung kannst du daraus eine eigene Sammlung von Begründungsfragen entwickeln, ohne einen bestimmten Fragenkatalog der späteren Prüfung zu behaupten.

Frage dich etwa: Warum eignet sich diese Aufgabe für die angenommene Person? Welche Alternative zur gewählten Methode hast du verworfen? Woran würdest du einen Unterstützungsbedarf erkennen? Wie würdest du deinen Entwurf verändern, wenn das Vorwissen anders ausfällt? Jede Frage sollte sich auf einen konkreten Teil deiner Planung beziehen. Allgemeine pädagogische Schlagwörter helfen wenig, wenn du ihren Bezug zur Situation nicht zeigen kannst.

Übe auch Antworten auf einen veränderten Fall. Eine Lernperson kann beispielsweise annehmen, dass der erste Schritt schon sicher beherrscht wird oder dass ein erklärter Begriff noch unklar bleibt. Passe deinen Entwurf dann begründet an. So prüfst du, ob du deine Planung als Werkzeug benutzt oder nur einen vorbereiteten Text verteidigst.

Nimm gelegentlich eine kurze eigene Erklärung auf und höre sie dir an. Achte darauf, ob deine Sätze eine Entscheidung tatsächlich erklären oder lediglich mehrfach ankündigen. Streiche Wiederholungen und präzisiere den wichtigsten Zusammenhang. Die Aufnahme ist eine persönliche Übungsmethode; sie ersetzt keine fachliche Prüfung deiner Aussagen.

Für Gesprächsstruktur können auch andere öffentliche Ratgeber einen ergänzenden Blick bieten. Der Leitfaden zum Auswahlverfahren für Verwaltungsfachangestellte behandelt eine konkrete berufliche Orientierung. Im Ratgeber zu Justizfachangestellten geht es um einen weiteren Ausbildungsweg. Die Übersicht zum Einstieg in den öffentlichen Dienst unterstützt breitere Bewerbungsfragen. Diese Texte liefern weder AEVO-Prüfungsregeln noch eine pädagogische Bewertungsordnung.

Anmeldung, Handreichungen und Kammerunterschiede prüfen

Die organisatorischen Angaben stammen von deiner zuständigen Stelle. Als zwei örtliche Beispiele dienen Darmstadt und Wiesbaden. Die IHK Darmstadt nennt schriftliche und praktische Prüfung an unterschiedlichen Terminen innerhalb eines Zeitraums; die IHK Wiesbaden beschreibt beide Teile an einem Tag.

Die veröffentlichten Gesamtgebühren betragen in Darmstadt 255 Euro und in Wiesbaden 200 Euro. Wiesbaden nennt außerdem einen Anmeldeschluss spätestens sechs Wochen vor der Prüfung und weist auf ein mögliches früheres Schließen bei voller Belegung hin. Diese Angaben gelten für die jeweiligen Kammern und können sich ändern; maßgeblich sind die aktuellen Seiten der IHK Darmstadt und der IHK Wiesbaden.

Lege vor der Anmeldung eine eigene Organisationsseite an. Darauf gehören Kammer, Prüfungstermin oder Zeitraum, Anmeldeweg, Gebühr, Rücktrittsinformation, Vorgaben zum praktischen Entwurf und die zulässigen Hilfsmittel. Trage erst bestätigte Informationen ein. Für Raumtechnik, Medien, benötigte Formulare oder die Anwesenheit einer weiteren Person enthält dieser Ratgeber keine pauschale Kammerzusage.

Wenn du einen unklaren Punkt klären musst, stelle eine einzelne konkrete Frage mit Bezug auf die Handreichung. „Darf ich meine eigene Darstellung so einreichen?“ ist oft zu unbestimmt. Nenne lieber das betreffende Format und die Fundstelle, bei der deine Unsicherheit entsteht. Bewahre die Antwort zusammen mit deinem Entwurf auf und kontrolliere vor dem Termin, ob deine Einladung zusätzliche Angaben enthält.

Acht Wochen als veränderbarer Arbeitsplan

Ein möglicher Lernrhythmus verteilt Vorbereitung und Entwurf über acht Wochen. Diese Dauer ist eine persönliche Planungsempfehlung; sie ist weder eine Zulassungsbedingung noch eine Aussage über den Aufwand jeder Person. Kürze oder verlängere die Phasen anhand deines Ausgangsstands und des tatsächlich bestätigten Prüfungstermins.

PhaseSchwerpunkt für deine ArbeitGreifbares Ergebnis
Wochen eins und zweiHandlungsfelder erfassen und Kammerorganisation klärenKleine Themenliste mit Unsicherheiten und bestätigten Termindaten
Wochen drei und vierFallbearbeitung vertiefen und praktische Situation eingrenzenEigener Fallentwurf mit Ausgangslage und Lernziel
Wochen fünf und sechsMethode, Kontrolle und Erklärungen prüfenÜberarbeitete Darstellung und kurze Begründungsnotizen
Woche siebenSchriftliche Zeitübungen und praktische Probeläufe verbindenFehlerprotokoll mit begrenzten Nacharbeitsaufgaben
Woche achtRestfragen schließen und Unterlagen ordnenÜbersichtlicher Entwurf sowie geprüfte Terminorganisation

Plane pro Woche sowohl eine schriftliche Einheit als auch Arbeit an deinem praktischen Entwurf. So bleibt die Ausbildungssituation präsent, während du die Handlungsfelder vertiefst. Eine neue Einsicht aus einem Fall kann deinen Entwurf verbessern; eine Unklarheit im Entwurf kann umgekehrt zeigen, welches Thema du nochmals lesen solltest.

Verwende für Probeläufe denselben begrenzten Aufbau, aber lerne keinen langen Wortlaut auswendig. Beobachte, ob die Übergänge logisch bleiben und ob die Zeit vor allem für deine eigentliche Aussage gebraucht wird. Wenn ein Abschnitt ständig zu lang wird, kürze zuerst den Themenumfang. Schnelleres Sprechen ist selten eine gute Lösung für einen überladenen eigenen Entwurf.

Typische Stolperstellen und gezielte Korrekturen

Eine zu große Ausbildungssituation erzeugt viele Einzelentscheidungen, die du im eigenen Entwurf kaum sauber erklären kannst. Reduziere dann den Umfang und behalte ein klares Lernziel. Prüfe, welche Hintergrunddetails wirklich nötig sind und welche nur zusätzlichen Erklärungsbedarf schaffen. Eine kleine nachvollziehbare Situation ist für deine Vorbereitung besser zu kontrollieren als ein kompletter Arbeitsprozess mit zahlreichen Ausnahmen.

Ein zweites Problem ist die starre Übernahme einer Methode. Wenn du ihre Bezeichnung sicher kennst, aber nicht begründen kannst, warum sie zu dieser Person und diesem Ziel passt, arbeite an der Verbindung. Vergleiche zwei mögliche Vorgehensweisen und notiere deren Vor- und Nachteile für deinen erfundenen Fall. Du brauchst keine angeblich immer richtige Standardmethode.

Auch eine schicke Präsentation kann wesentliche Lücken verdecken. Prüfe daher zunächst Inhalt, Reihenfolge und Begründung ohne Folien. Erst wenn dieser Kern verständlich ist, entscheidest du über eine unterstützende Darstellung. Ein Bild oder Diagramm sollte einen Zusammenhang erklären und nicht nur Platz füllen. Die konkrete Zulässigkeit deiner Medien klärst du anhand der Kammerhinweise.

Bei schriftlichen Übungen droht wiederum ein bloßes Wiedererkennen bekannter Antworten. Verändere für deine eigene Nacharbeit die fiktive Ausgangslage und prüfe, ob du zu einer anderen begründeten Entscheidung gelangst. Wenn dieselbe Antwort unabhängig vom Fall erscheint, lies den Sachverhalt erneut. So wird die Fehleranalyse zu einer konkreten Lernhandlung.

Ergebnis, weitere Schritte und wiederkehrende Fragen

Nach § 4 Absatz 1 AEVO muss jeder Prüfungsteil mindestens ausreichend sein. Innerhalb eines Prüfungsverfahrens sind zwei Wiederholungen einer nicht bestandenen Prüfung möglich; ein bestandener Teil kann angerechnet werden. Die Regelung findest du in § 4 Absatz 1 AEVO. Über die konkrete Organisation einer Wiederholung informierst du dich bei deiner zuständigen Stelle.

Brauchst du eine bestimmte private Vorbereitung? Entscheide das nach deinem Materialbedarf und deinen offenen Aufgaben. Für die Prüfung nennt die IHK Darmstadt keine speziellen Zulassungsvoraussetzungen; sie stellt zugleich eigene Handreichungen bereit. Die örtliche Auskunft gibt es auf der Seite der IHK Darmstadt zur Ausbildereignungsprüfung. Ein Kurskauf und eine Prüfungsanmeldung bleiben getrennte Organisationsschritte.

Kannst du vorhandene Qualifikationen anrechnen lassen? Gehe von deinem konkreten Nachweis aus und prüfe den passenden Weg mit der zuständigen Stelle. Eine allgemeine Aussage wie „Mein Abschluss müsste reichen“ ist keine Entscheidung. § 6 AEVO bietet die rechtliche Ausgangsstruktur für diese Klärung.

Nach erfolgreicher Prüfung bespreche deine geplante Ausbildungsrolle mit dem Betrieb und der zuständigen Ausbildungsberatung. Der pädagogische Nachweis beantwortet nicht automatisch alle beruflichen Eignungsfragen aus § 30 BBiG. Bewahre deshalb Ergebnis, berufliche Nachweise und betriebliche Zuständigkeitsklärung getrennt auf. Für deine weitere Praxis kann der eigene Entwurf als Ausgangspunkt dienen, sollte aber an die tatsächliche Person und Aufgabe angepasst werden.

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