
Der BaPsy-DGPs ist ein freiwilliger Studieneignungstest für die Bewerbung um einen Bachelorstudienplatz in Psychologie. Ob und wie dein Ergebnis zählt, legt die jeweilige Hochschule fest; ein Testergebnis ist deshalb kein allgemeiner Zulassungsbescheid. Diese Einordnung entspricht der Testbeschreibung des Prüfungsträgers. Als ergänzendes Angebot von TestBooster kannst du die unabhängige BaPsy-DGPs Vorbereitung ansehen.
Für deine Planung ist das Testjahr entscheidend: Der Anbieter ordnet den 14. November 2026 und den 22. Mai 2027 dem Testjahr 2027 zu und kündigt die Ergebnisse der Herbstteilnahme erst für Juni 2027 an. Die reguläre Anmeldung für die Herbsttermine ist bereits geschlossen. Die konkreten Zeitangaben stehen auf den Seiten des Anbieters zu Rahmenbedingungen und zur Anmeldung. Prüfe zuerst, zu welcher Bewerbungsrunde dein Zertifikat passen soll, bevor du einen Lernkalender festlegst.
Fit für deinen Einstellungstest?
Vier Aufgabentypen, die den meisten Bewerbern Probleme bereiten. Löse sie in Ruhe — die Lösungen siehst du erst, wenn du die Auswertung anzeigst.
Matrizen
Große Matrix vervollständigen
Welche Figur (A–H) vervollständigt die Matrix?
Zahlenreihen
Wechselreihe fortsetzen
Welche Zahl setzt die Reihe fort?
7 · 100 · 10 · 92 · 16 · 76 · 28 · ?
Räumliches Denken
Würfelnetz zuordnen
Welcher Würfel lässt sich aus dem abgebildeten Netz falten?
Textaufgabe
Mehrstufige Rechenaufgabe
Ein Wasserbehälter wird von Pumpe A allein in 6 Stunden gefüllt, von Pumpe B allein in 4 Stunden. Beide starten gleichzeitig. Nach 1,5 Stunden fällt Pumpe A aus, Pumpe B läuft weiter. Wie lange dauert es insgesamt, bis der Behälter voll ist?
0 von 4 Aufgaben beantwortet
Welche Frage der BaPsy für deine Bewerbung beantwortet
Der vollständige Name lautet Studieneignungstest Bachelor-Psychologie der Deutschen Gesellschaft für Psychologie, kurz BaPsy-DGPs. Sein Zweck und die Zuständigkeiten sind in der Ordnung für die Anwendung des BaPsy-DGPs beschrieben. Entscheidend bleibt die Trennung zwischen Testteilnahme, Testergebnis und Studienplatzbewerbung: Die Ordnung verweist für den Studienzugang auf die hochschuleigenen Zulassungssatzungen.
Wenn du mehrere Studienorte erwägst, lege eine kleine Entscheidungstabelle an. Notiere Studiengang, Hochschuladresse, gewünschtes Semester, einschlägige Auswahlregel und den dafür benötigten Nachweis. Ergänze eine Spalte „noch zu klären“. Dort gehören beispielsweise Fragen hinein, die du bislang nur aus einem Gespräch oder einer Suchmaschinenzusammenfassung kennst. So sieht deine Planung nicht sicherer aus, als sie tatsächlich ist.
Der Anbieter nennt Personen mit einer bereits erworbenen Hochschulzugangsberechtigung sowie Personen, die sie im laufenden oder folgenden Schuljahr erwerben, als Zielgruppe. Für Minderjährige ist eine Einverständniserklärung erforderlich. Ob dein Abschluss und dein Bewerbungsstatus für den gewünschten Studiengang ausreichen, solltest du anhand der Hochschule prüfen lassen. Dieser Artikel bewertet keine individuellen Zeugnisse.
Für eine erste Orientierung reicht eine nüchterne Frage: Brauchst du Informationen über das Verfahren oder möchtest du bereits Aufgaben trainieren? Solange Hochschulwahl und Bewerbungsjahr ungeklärt sind, hilft ein weiterer Übungsdurchlauf wenig bei der entscheidenden Terminfrage. Sobald diese Punkte feststehen, kannst du gezielt an Mathematik, Schlussfolgern und Textverständnis arbeiten. Beides gehört zur Vorbereitung, aber die Reihenfolge sollte zu deiner Situation passen.
Suchst du stattdessen eine berufliche Eignungsprüfung, ordnet der Ratgeber zum psychologischen Polizeitest diesen anderen Testzweck ein. Seine Anforderungen gelten nicht für den BaPsy.
Testjahr 2027: Kalender, Anmeldung und Kosten richtig lesen
Die Anmeldeseite des BaPsy-DGPs nennt für die Herbsttermine den 15. August 2026 um 24 Uhr als regulären Anmeldeschluss und für die Maitermine den 15. Februar 2027 um 24 Uhr. Der Test kostet 100 Euro. Eine Anmeldung wird laut Anbieter erst durch den Eingang der Testgebühr abgeschlossen. Ob am gewünschten Ort noch Plätze angeboten werden, musst du unmittelbar beim Prüfungsträger prüfen; dieser Ratgeber enthält keine Verfügbarkeitszusage.
Für eine Herbstteilnahme ist zudem die spätere Ergebnisausgabe relevant. Nach der Testübersicht des Anbieters erhalten Teilnehmende des Novembertermins das Ergebnis nicht unmittelbar nach ihrem Test, sondern gemeinsam mit der Frühjahrskohorte; erstmals wird der 15. Juni 2027 genannt. Ein Novemberdatum bedeutet deshalb nicht automatisch, dass du schon im Dezember mit einem Zertifikat weiterplanen kannst.
Halte in deinem eigenen Kalender mindestens drei verschiedene Einträge auseinander: den Anmeldeschluss, den Testtag und die Frist deiner Studienplatzbewerbung. Setze persönliche Erinnerungstermine früher an als den amtlichen Endtermin. Das ist eine organisatorische Empfehlung, keine zusätzliche Verfahrensfrist. Auch das Budget lässt sich getrennt planen: Testgebühr, mögliche Reise, gegebenenfalls Unterkunft und freiwillige Lernmaterialien. Für die letzten drei Positionen gibt es hier keine Pauschalsumme, weil sie von deiner konkreten Entscheidung abhängen.
Für gewünschte Änderungen verweist die Anmeldung auf kostenpflichtige Umbuchungsfenster. Die Anwendungsordnung nennt in § 13 15 Euro pro Änderungsvorgang. Verlasse dich bei Änderungen ausschließlich auf die im persönlichen Konto und beim Anbieter geltenden Vorgaben. Ein Screenshot eines früheren Testjahres kann deine Planung unterstützen, belegt aber keine aktuelle Umbuchungsmöglichkeit.
Die sechs Testteile als Lernlandkarte
Der Test besteht aus sechs Teilen mit jeweils genau einer richtigen Antwort pro Aufgabe. Die folgende Tabelle gibt die veröffentlichten Umfangs- und Zeitangaben wieder; die rechte Spalte enthält Übungsempfehlungen und keine zusätzlichen Prüfungsregeln.
| Testteil | Aufgaben | Bearbeitungszeit | Sinnvoller Schwerpunkt beim Üben |
|---|---|---|---|
| Mathematikkenntnisse | 20 | 23 Minuten | Rechenweg wählen und Ergebnis prüfen |
| Schlussfolgerndes Denken verbal | 20 | 18 Minuten | Bedingungen sprachlich sauber unterscheiden |
| Schlussfolgerndes Denken figural | 20 | 25 Minuten | Mehrere Merkmale systematisch vergleichen |
| Psychologieverständnis deutsch | 21 | 36 Minuten | Aussagen anhand des Textes belegen |
| Schlussfolgerndes Denken numerisch | 20 | 18 Minuten | Informationen in einen passenden Ansatz übersetzen |
| Psychologieverständnis englisch | 21 | 36 Minuten | Wissenschaftliche Sätze präzise verstehen |
Die sechs Zeiten summieren sich rechnerisch auf 156 Minuten, die Aufgaben auf 122. Diese Addition beschreibt ausschließlich die Tabellenwerte und keine vollständige Aufenthaltsdauer vor Ort. Plane deine Anreise nicht anhand einer selbst errechneten Endzeit; dafür ist die persönliche Einladung maßgeblich.
Verteile deine Lernzeit nicht blind zu gleichen Teilen. Eine brauchbare Bestandsaufnahme besteht aus einem kurzen Durchgang pro Bereich und einer anschließenden Analyse: Welche Fehler betreffen das Verständnis, welche das Rechnen, welche das Lesen der Antwortmöglichkeiten? Wenn du ohne Zeitdruck richtig arbeitest und erst unter Zeitbegrenzung scheiterst, brauchst du ein anderes Training als bei einer Wissenslücke. Eine einzige Gesamtpunktzahl würde diesen Unterschied verdecken.
Nimm die veröffentlichte Struktur als Landkarte, nicht als Aufforderung, möglichst viele Themen gleichzeitig anzufangen. Gib jedem Lernblock eine Aufgabe. Beispielsweise kann ein Mathematikblock nur das Umstellen von Gleichungen behandeln, ein englischer Leseblock nur Bezüge von Pronomen. Der Fortschritt wird dadurch konkret überprüfbar. Ein abgeschlossenes Thema mit erklärbarem Lösungsweg ist für die nächste Einheit hilfreicher als ein breiter Stapel ungeprüfter Antworten.
Mathematik und numerisches Schlussfolgern getrennt trainieren
Beim Mathematikteil sind Algebra, Analysis, analytische Geometrie und Stochastik auf Abiturniveau gefragt. Beim numerischen Schlussfolgern geht es um mathematische Sachaufgaben. Für dein Lernen empfiehlt es sich, Fachkenntnisse und das Übersetzen von Informationen getrennt zu beobachten: Kannst du eine Gleichung lösen, und erkennst du auch, welche Gleichung zu einer Beschreibung passt?
Beginne mit einer überschaubaren Themenliste. Schreibe etwa „Bruchrechnung sicher“, „lineare Gleichungen wiederholen“ oder „Wahrscheinlichkeiten begründen“. Vermeide Einträge wie „Mathe können“, weil du daran keine Verbesserung feststellen kannst. Rechne zunächst langsam und sprich deinen Ansatz aus. Wenn du einen Fehler bemerkst, bestimme seine Stelle: Wurde die Information falsch gelesen, das Vorzeichen verändert oder eine Rechenregel unpassend angewendet?
Ein selbst erfundenes Übungsbeispiel für den Informationsansatz: Eine Lerngruppe bearbeitet am Montag 18 und am Dienstag 27 Seiten. Gesucht ist der Anteil des Dienstags an der Gesamtmenge. Die Rechnung lautet 27 geteilt durch 45, also 60 Prozent. Hier ist die Gesamtmenge der Nenner; ein Vergleich nur mit Montag würde eine andere Frage beantworten. Dieses Beispiel erklärt eine Denkweise und ist kein Material des BaPsy-Prüfungsträgers.
Nutze nach jeder Lösung eine Plausibilitätskontrolle. Liegt ein Anteil zwischen null und hundert Prozent, wenn der Sachverhalt dies verlangt? Passt die Einheit? Wird nach einer Differenz oder einem Verhältnis gefragt? Erst wenn diese Kontrollen zuverlässig funktionieren, lohnt sich ein engeres Zeitlimit. Wer jede Rechnung beschleunigt, ohne ihren Ansatz zu überprüfen, kann einen systematischen Fehler nur schneller wiederholen.
Der Ratgeber zum Mathematiktraining bei Einstellungstests bietet ergänzende allgemeine Lernideen. Die dortige Polizeiperspektive ist kein Beleg für BaPsy-Inhalte; übertragbar sind ausschließlich selbst gewählte Rechenübungen und die Arbeit am Lösungsweg. Für den tatsächlichen Testumfang gelten die Angaben des BaPsy-Prüfungsträgers.
Verbale und figurale Regeln verständlich machen
Das verbale Schlussfolgern arbeitet laut BaPsy-Instruktionen mit Aussagen und logischen Verknüpfungen. Für die Vorbereitung kannst du eigene Alltagssätze verwenden. Aus „Wenn die Bibliothek geöffnet ist, sitzt Lea dort“ folgt beispielsweise nicht, dass die Bibliothek geöffnet sein muss, sobald Lea dort sitzt. Der zweite Satzteil könnte aus einem anderen Grund zutreffen. Entscheidend ist die Richtung der Bedingung.
Schreibe bei solchen Übungen erst die gegebene Information und danach deine Schlussfolgerung auf. Frage dich anschließend, ob es eine denkbare Situation gibt, in der die Vorgaben stimmen und die Schlussfolgerung trotzdem falsch ist. Ein einziges Gegenbeispiel genügt, um die behauptete Notwendigkeit zu widerlegen. Dieses Vorgehen macht deine Begründung prüfbar, ohne dass du einen bekannten Lösungssatz auswendig lernen musst.
Für figurale Übungen empfiehlt sich eine feste Betrachtungsreihenfolge. Prüfe Anzahl, Position, Orientierung und Füllung als getrennte Merkmale. Beschreibe eine vermutete Regel in einem kurzen Satz und teste sie an allen bereits gegebenen Feldern. Falls sie nur in einer Zeile funktioniert, ist sie noch keine verlässliche Erklärung. Bei selbst angefertigten Skizzen kannst du zunächst mit zwei Merkmalen beginnen und erst später zusätzliche Merkmale kombinieren.
Achte auf deinen Suchprozess. Wechselst du nach jedem Blick die Vermutung, ohne sie zu überprüfen, entsteht viel Bewegung und wenig Erkenntnis. Halte eine Hypothese kurz fest, suche einen Widerspruch und entscheide dann weiter. Auch eine verworfene Regel ist nützlich, wenn du weißt, warum sie scheitert. Notiere nach dem Training eher „Drehung erkannt, Füllung übersehen“ als nur „Matrizen schlecht“.
Für weitere allgemeine Strategien kannst du den Artikel zu Logikaufgaben lesen. Weder dessen Aufgabenfelder noch sein zeitlicher Rahmen werden hier auf den Psychologietest übertragen. Dein Ziel bleibt, selbst formulierte Regeln zu prüfen und neue Darstellungen geordnet zu untersuchen.
Psychologieverständnis auf Deutsch und Englisch
Die beiden Verständnisbereiche verwenden nach den Angaben des Anbieters psychologische Texte, teilweise mit Tabellen oder Abbildungen. Die englische Variante folgt demselben grundsätzlichen Ansatz mit englischsprachigen Texten. Für dein Training heißt das: Leite Antworten aus dem vorliegenden Material ab, statt ein vertrautes Fachwort als Anlass für zusätzliches Wissen zu nehmen.
Übe mit frei zugänglichen institutionellen Informationstexten, deren Inhalt du anschließend in eigenen Worten zusammenfasst. Markiere gedanklich drei Ebenen: Thema, konkrete Aussage und Einschränkung. Eine Formulierung wie „in dieser Stichprobe“ erlaubt keine Aussage über alle Menschen. Wörter wie „kann“, „häufig“ und „unter bestimmten Bedingungen“ sollten in deiner Zusammenfassung erhalten bleiben, wenn sie den Sinn begrenzen.
Im englischen Training ist ein kleiner persönlicher Wortschatz nützlich. Sammle verbindende Wörter und Wendungen, die den Gedankengang strukturieren: Gegensatz, Ursache, Einschränkung oder Beispiel. Ergänze ein eigenes Satzbeispiel. Eine lange Vokabelliste ohne Zusammenhang kann dich beim Lesen weniger unterstützen als wenige Ausdrücke, deren Funktion du wirklich erkennst.
Bei einer Tabelle lies zuerst Überschrift, Zeilen, Spalten und Einheiten. Erst dann suchst du die Zahl, nach der eine selbst gestellte Frage verlangt. Prüfe, ob absolute Werte, Anteile oder Veränderungen dargestellt sind. Beschreibe anschließend einen Befund mit seinem Bezugspunkt. Die Aussage „Gruppe B ist größer“ bleibt ungenau, solange du nicht sagst, nach welcher dargestellten Größe du vergleichst.
Nach einem Leseblock solltest du nicht nur richtige Antworten zählen. Suche die Textstelle, die deine Entscheidung trägt, und erkläre auch, warum eine plausible Alternative nicht belegt ist. Falls du die Begründung nicht findest, markiere den Fall zur Nacharbeit. Gerade bei Fachtexten kann sich Vertrautheit wie Verständnis anfühlen, obwohl die entscheidende Einschränkung überlesen wurde.
Ein sechswöchiger Vorschlag mit überprüfbaren Lernzielen
Der folgende Ablauf ist ein frei anpassbarer Lernplan. Er behauptet keine vorgeschriebene Vorbereitungsdauer und ersetzt keine individuelle Einschätzung. Wenn dir weniger Zeit bleibt, reduziere den Umfang der Einheiten, statt jede Pause zu streichen. Wenn du mehr Zeit hast, ergänze Wiederholungstage und neue Aufgabenvarianten.
| Woche | Arbeitsauftrag | Ergebnis deiner Lernnotiz |
|---|---|---|
| 1 | Alle sechs Bereiche kurz ausprobieren; Hochschulfragen sammeln | Stärken, Fehlerarten und offene Organisationspunkte |
| 2 | Mathematikgrundlagen und deutsche Texte bearbeiten | Erklärte Rechenwege und belegte Textantworten |
| 3 | Verbale Regeln und figurale Muster wechseln | Geprüfte Hypothesen statt bloßer Lösungsauswahl |
| 4 | Numerische Sachaufgaben mit englischem Lesen verbinden | Saubere Ansätze und ein kleiner Kontextwortschatz |
| 5 | Mehrere Bereiche mit passend gewählten Zeitgrenzen üben | Beobachtung von Tempo, Genauigkeit und Ermüdung |
| 6 | Schwache Stellen nacharbeiten; Unterlagen organisieren | Kurze Wiederholungsliste und vollständige Reiseplanung |
Plane je Einheit einen Einstieg, einen Arbeitsblock und eine Nachbesprechung. Der Einstieg kann die letzte Fehlernotiz enthalten, der Arbeitsblock neue Varianten, die Nachbesprechung eine begründete Korrektur. So wird eine falsche Antwort nicht einfach durch die nächste Aufgabe überdeckt. Bewahre besonders wiederkehrende Fehler in einer kleinen Sammlung auf und überprüfe sie später ohne Einsicht in die alte Lösung.
Ein Lerntag muss nicht alle sechs Bereiche abdecken. Wähle beispielsweise einen sprachlichen und einen mathematischen Schwerpunkt, damit dein Training abwechslungsreich bleibt. Eine zusätzliche ruhige Leseeinheit kann sinnvoller sein als ein weiterer langer Durchlauf am Ende eines bereits erschöpfenden Tages. Entscheide anhand deiner Aufzeichnungen, nicht anhand der bloßen Anzahl absolvierter Aufgaben.
Wenn du auch andere Auswahlverfahren erwägst, bietet die Ratgeberübersicht einen Ausgangspunkt für deren eigene Regeln. Vergleiche die Verfahren jedoch immer getrennt: Ein guter allgemeiner Lernrhythmus lässt sich mitnehmen, konkrete Testteile und Zulassungsbedingungen nicht.
Testtag, Wiederholung und individuelle Sonderfragen
Für den Testtag verlangt die Anwendungsordnung in § 6 einen gültigen amtlichen Lichtbildausweis und die ausgedruckte persönliche Einladungskarte. Minderjährige benötigen zusätzlich die dort bezeichnete schriftliche Einverständniserklärung. Lies deine aktuelle Einladung vollständig; konkrete Einlasszeiten und zugelassene Gegenstände sollten aus dieser Unterlage stammen.
Eine erneute reguläre Testteilnahme ist nach § 10 der BaPsy-Ordnung frühestens nach 22 Monaten möglich. Behandle deshalb den Herbst- und Frühjahrstermin nicht als zwei beliebig kombinierbare Versuche desselben Jahres. Die konkrete Berechtigung musst du anhand deiner früheren Teilnahme und der aktuellen Anmeldung klären.
Bei Sonderfällen gibt es einen wichtigen Unterschied: Die Anmeldeseite behandelt einen bescheinigten medizinischen Notfall als Nichtantritt; § 7 Absatz 3 der Ordnung nennt für einen medizinischen Abbruch eine Wiederholungsmöglichkeit nach frühestens elf Monaten. Dieser Ratgeber löst den Widerspruch nicht durch eine erfundene gemeinsame Regel auf. Lass dir bei einem solchen Fall das zuständige Verfahren vom Prüfungsträger bestätigen.
Für einen Nachteilsausgleich verweisen sowohl die Anmeldung als auch § 8 der Ordnung auf fristgerechte Anträge und Nachweise. Formuliere deine Frage frühzeitig und konkret. Frage nach dem passenden Verfahren und den benötigten Unterlagen, statt aus einem allgemeinen Erfahrungsbericht eine persönliche Zusage abzuleiten. Medizinische Voraussetzungen werden hier weder beurteilt noch aus einer Diagnose angenommen.
Nach dem Ergebnis: Aus dem Zertifikat eine Bewerbung machen
Der Anbieter beschreibt Prozentrang und Standardwert als Ergebniskennwerte. Die Hochschulen bestimmen die Verwendung und Gewichtung. Lies einen Prozentrang daher nicht als Prozentanteil richtiger Aufgaben. Für die Aussage, wie sich ein Ergebnis auf deine Bewerbung auswirkt, brauchst du zusätzlich die Auswahlregel des betreffenden Studiengangs.
Erstelle nach der Ergebnisausgabe pro Hochschule eine eigene Unterlagenliste. Kontrolliere, ob du die dort geforderten Nachweise richtig benannt und in der verlangten Form abgelegt hast. Trage offene Fragen in deine Entscheidungstabelle ein und halte die Antwort der zuständigen Stelle. Eine Bewerbung ist organisatorisch leichter zu prüfen, wenn Testunterlagen und Hochschulunterlagen nicht in einem ungeordneten Ordner liegen.
Wie lange ein Zertifikat für die Bewerbung akzeptiert wird, richtet sich nach §§ 9 und 10 der Anwendungsordnung nach der jeweiligen Hochschulregel. Dieser Artikel nennt deshalb keine universell verbindliche Gültigkeitsdauer. Ebenso bleiben lokale Auswahlformeln, konkrete Bewerbungsfristen und besondere Quoten offen, solange keine passende Hochschulsatzung für deinen Fall geprüft wurde.
Die hilfreiche Frage nach einem unerwarteten Ergebnis lautet nicht nur „War mein Training genug?“. Prüfe getrennt, ob dir Rechenwissen fehlte, ob du Bedingungen überlesen hast oder ob das Zeitmanagement schwierig war. Erst dann lässt sich eine spätere Vorbereitung gezielt verändern. Für die nächste Bewerbungsentscheidung bleiben jedoch die Hochschule und ihre veröffentlichten Regeln zuständig; eine Trainingsauswertung entscheidet nicht über deinen Studienplatz.