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Konzentrationstest üben: d2, Frankfurter Verfahren und DT

Konzentrationstests methodisch vorbereiten: d2, Frankfurter Verfahren und Determinationstest einordnen, Genauigkeit und Tempo getrennt auswerten.

9 Min. Lesezeit Aktualisiert am 05. Oktober 2026

Konzentrationstest üben: d2, Frankfurter Verfahren und DT – Titelbild

Konzentrationstest üben: mit Genauigkeit beginnen

Einen Konzentrationstest übst du sinnvoll, indem du eine klare Arbeitsregel fehlerarm anwendest, anschließend das Tempo dosierst und deine Fehlerarten getrennt auswertest. Einfach immer schneller zu arbeiten reicht als Lernstrategie nicht aus. Der Online-Testtrainer kann deine Vorbereitung ergänzen; welche Verfahren dich in einer Bewerbung erwarten, entscheidet die zuständige Stelle mit ihrer Einladung.

Bezeichnungen wie d2, Frankfurter Konzentrationstest oder Determinationstest meinen unterschiedliche diagnostische Verfahren. Du solltest sie zuerst einordnen und danach allgemeine Fähigkeiten mit eigenen Materialien trainieren. Dieser Ratgeber liefert keine geschützten Testbögen, keine normierte Auswertung und keine Diagnose deiner Konzentrationsfähigkeit. Sein Schwerpunkt ist ein nachvollziehbarer Übungsprozess für regelgebundenes Arbeiten, visuelle Unterscheidung und kontrollierte Reaktionen.

Beispielaufgaben · Kostenlos & ohne Anmeldung

Fit für deinen Einstellungstest?

Vier Aufgabentypen, die den meisten Bewerbern Probleme bereiten. Löse sie in Ruhe — die Lösungen siehst du erst, wenn du die Auswertung anzeigst.

1

Matrizen

Große Matrix vervollständigen

Welche Figur (A–H) vervollständigt die Matrix?

2

Zahlenreihen

Wechselreihe fortsetzen

Welche Zahl setzt die Reihe fort?

7 · 100 · 10 · 92 · 16 · 76 · 28 · ?

3

Räumliches Denken

Würfelnetz zuordnen

Welcher Würfel lässt sich aus dem abgebildeten Netz falten?

4

Textaufgabe

Mehrstufige Rechenaufgabe

Ein Wasserbehälter wird von Pumpe A allein in 6 Stunden gefüllt, von Pumpe B allein in 4 Stunden. Beide starten gleichzeitig. Nach 1,5 Stunden fällt Pumpe A aus, Pumpe B läuft weiter. Wie lange dauert es insgesamt, bis der Behälter voll ist?

0 von 4 Aufgaben beantwortet

d2, Frankfurter Verfahren und Determinationstest unterscheiden

Hogrefe beschreibt den d2-R als Aufmerksamkeits- und Konzentrationstest. Mehr zum Verfahren erfährst du beim Verlag zum d2-R. Ein online selbst erstelltes Blatt mit ähnlichen Zeichen ist deshalb noch kein d2-R. Insbesondere kannst du einen privaten Übungswert nicht mit diagnostischen Normwerten gleichsetzen. Material, Durchführung und Auswertung einer standardisierten Untersuchung gehören zusammen.

Die Formulierung „Frankfurter Konzentrationstest“ ist ohne weiteren Namen ungenau. Hogrefe führt sowohl das Frankfurter Aufmerksamkeits-Inventar FAIR-2 als auch den Frankfurter Adaptiven Konzentrationsleistungs-Test FAKT-II. FAIR-2 betrifft unter anderem die schnelle und genaue Unterscheidung visuell ähnlicher Zeichen. FAKT-II wird als computerbasiertes adaptives Verfahren zur Konzentrationsmessung beschrieben. Frage deshalb bei einer unklaren Einladung nach der genauen Bezeichnung, anstatt beide Verfahren als identisch zu behandeln.

SCHUHFRIED ordnet den Determinationstest DT der reaktiven Belastbarkeit beziehungsweise Reaktionsfähigkeit unter komplexen Reizbedingungen zu. Beim DT kommen optische und akustische Reize sowie passende Eingaben vor. Das ist eine andere Anforderung als ein ruhiger visueller Suchauftrag. Daraus folgt aber nicht, dass DT bei jedem Arbeitgeber vorkommt. Die Beschreibung eines Herstellers sagt etwas über das Verfahren, nicht über seine Verwendung in sämtlichen Auswahltests.

Welche Teilhandlungen du überhaupt verbessern möchtest

Zerlege deine Übung in Beobachten, Entscheiden und Ausführen. Beim Beobachten nimmst du das relevante Merkmal wahr. Beim Entscheiden prüfst du, ob die festgelegte Regel erfüllt ist. Beim Ausführen setzt du deine Entscheidung durch Markieren, Zuordnen oder eine Eingabe um. Diese Aufteilung ist eine Trainingshilfe: Sie macht verständlich, weshalb ein falscher Klick nicht automatisch auf eine falsche Wahrnehmung zurückgeht.

Formuliere vor einer Einheit ein beobachtbares Ziel. „Ich will konzentrierter werden“ beschreibt eine Absicht, aber keine überprüfbare Handlung. Besser ist beispielsweise: „Ich lese vor jedem neuen Abschnitt die veränderte Regel vollständig“ oder „Ich lasse beim Wechsel zur nächsten Zeile keine Position aus“. Du kannst nach der Runde feststellen, ob dieser Schritt gelang. Einen allgemeinen Konzentrationswert erhältst du dadurch trotzdem nicht.

Wenn du zugleich Logikaufgaben vorbereitest, hilft der Ratgeber zum Logiktest beim Abgrenzen. Eine komplizierte Musterregel kann eine falsche Lösung verursachen, obwohl du das Material aufmerksam betrachtet hast. In einer Konzentrationsübung sollte die Regel zunächst einfach genug sein, dass du Wahrnehmungs- und Flüchtigkeitsfehler erkennen kannst. Sonst vermischen sich fehlendes Regelverständnis und unsauberes Arbeiten in einem einzigen Ergebnis.

Eigene Übungsmaterialien klar und unabhängig gestalten

Für eine freie visuelle Suchübung kannst du selbst erstellte neutrale Formen verwenden. Wähle Merkmale, die du eindeutig unterscheiden kannst, und definiere ein Zielmerkmal schriftlich. Nutze eigene Anordnungen und Bezeichnungen. Kopiere keine Testvorlage, keine geschützte Symbolfolge und keine standardisierte Anleitung. Dein Blatt dient ausschließlich dazu, die Durchführung einer einfachen Suchregel zu beobachten.

Prüfe das Material vor der ersten Runde. Wenn ein Zeichen wegen schlechter Darstellung doppeldeutig ist, wird ein späterer Fehler schwer interpretierbar. Kontrolliere außerdem, dass ein Lösungsschlüssel zu jeder Position existiert. Wer nur Zielzeichen zählt, ohne deren Stellen festzuhalten, kann Auslassungen und falsche Markierungen nicht getrennt feststellen. Ein überprüfbarer Schlüssel ist für eine brauchbare Auswertung wichtiger als eine besonders große Materialmenge.

Erstelle mindestens eine zweite, neu angeordnete Variante derselben freien Übung. Die Regeln bleiben gleich, die Positionen verändern sich. So erkennst du eher, ob du eine Methode anwendest oder die Lage bekannter Ziele erinnerst. Speichere die Varianten getrennt und vermerke, welches Blatt du benutzt hast. Zwei Runden mit völlig anderem Schwierigkeitsgrad solltest du nicht als direkten Leistungsanstieg vergleichen.

Erst Instruktion, dann Bearbeitung, zuletzt Kontrolle

Lies den Arbeitsauftrag vor dem Start vollständig. Wiederhole ihn anschließend in einem eigenen kurzen Satz. Dieser Satz muss Zielmerkmale, Ausnahmen und zulässige Eingaben enthalten. Wenn du dabei merkst, dass du eine Ausnahme nicht verstanden hast, kläre sie vor der Bearbeitung. Beim freien Üben kannst du die Regel verändern; im echten Test befolgst du die Instruktion und fragst nur innerhalb der vorgesehenen Möglichkeiten nach.

Beginne in deiner Lernphase ohne knappe Zeitvorgabe. Bearbeite das Material mit einem festen Blickweg, etwa Abschnitt für Abschnitt. Springe nicht zu auffälligen Stellen und dann wieder zurück, sofern deine Übung keinen solchen Wechsel verlangt. Ein stabiler Blickweg erleichtert die Kontrolle, welche Positionen bereits bearbeitet wurden. Daraus ergibt sich keine Vorgabe für jedes diagnostische Verfahren; die tatsächliche Anleitung hat stets Vorrang.

Vergleiche nach der Runde deine Bearbeitung mit dem eigenen Schlüssel. Korrigiere zunächst sachlich, bevor du dich bewertest. Schreibe nicht bloß „unaufmerksam“, sondern benenne die Stelle und die verletzte Regel. Falls du die Ursache nicht mehr erkennst, markiere den Fall als ungeklärt. Eine passende nächste Übung kann dann kleinere Abschnitte verwenden, bei denen du deinen Entscheidungsweg besser nachvollziehen kannst.

Auslassungen und falsche Reaktionen getrennt protokollieren

Eine Auslassung bedeutet in deiner freien Suchübung, dass ein vorhandenes Ziel unbeachtet blieb. Eine falsche Reaktion bedeutet, dass du eine Position markiert hast, die nach deiner Regel kein Ziel war. Beide können dieselbe Gesamtfehlerzahl ergeben und dennoch unterschiedliche Probleme zeigen. Wer häufig auslässt, braucht möglicherweise einen klareren Blickweg. Wer viele Nichtziele markiert, sollte zuerst das Merkmalverständnis überprüfen.

Ergänze die Menge tatsächlich bearbeiteter Positionen. Wenn du bei gleichem Material weniger Fehler machst, zugleich aber nur einen kleinen Teil bearbeitest, ist der Fortschritt anders einzuordnen als bei stabiler Bearbeitungsmenge. Halte deshalb Material, bearbeitete Positionen, Auslassungen, falsche Markierungen und besondere Unterbrechungen fest. Du musst daraus keine komplizierte Formel bauen. Eine übersichtliche Zeile pro Runde genügt für den Vergleich.

Verwende diese Zahlen ausschließlich innerhalb deines Trainings. Ein Prozentwert aus selbst entwickelten Übungen ist kein Prozentrang eines normierten Tests. Du kennst weder die passende Vergleichsgruppe noch deren standardisierte Durchführungsbedingungen. Auch eine sehr hohe Trefferquote auf bekanntem Material sagt wenig über eine neue Variante aus. Wenn du einen diagnostischen Befund benötigst, ist dafür eine fachgerechte Untersuchung zuständig.

Das Tempo über nachvollziehbare Schritte erhöhen

Für deine eigene Lernplanung kannst du nach mehreren sauber bearbeiteten Runden eine Zeitvorgabe hinzufügen. Wähle zunächst ein Fenster, in dem du deinen Blickweg noch beibehalten kannst. Die genaue Länge ist eine private Übungsentscheidung, keine vorgegebene Testdauer. Behalte das Materialniveau möglichst gleich, damit du anschließend den Einfluss des zusätzlichen Zeitdrucks erkennen kannst.

Vergleiche danach die Fehlerarten. Ein höheres Tempo mit deutlich mehr falschen Markierungen ist kein eindeutiger Erfolg. Eine kürzere Bearbeitungszeit bei gleicher Genauigkeit ist dagegen ein konkreter Befund für diese Übung. Steigt nur die Menge bearbeiteter Positionen, während Auslassungen zunehmen, brauchst du eine Entscheidung über deinen nächsten Schwerpunkt. Häufig ist es sinnvoll, nochmals die sichere Regelanwendung zu üben, statt das Fenster weiter zu verkürzen.

Stoppe die Steigerung, wenn du die Auswertung nicht mehr nachvollziehen kannst. Permanentes Starten neuer Runden produziert viele Zahlen, aber wenig Erkenntnis. Begrenze die Einheit auf einen klaren Vergleich und eine daraus abgeleitete Handlung. Diese kann heißen, ein Merkmal deutlicher zu prüfen oder den Zeilenwechsel bewusster zu gestalten. In der nächsten Runde überprüfst du genau diesen Schritt, bevor du weitere Bedingungen veränderst.

Reaktionen trainieren, ohne einen Determinationstest nachzubauen

Eine allgemeine Reaktionsübung kann mit eigenen Karten und zwei eindeutig vereinbarten Kategorien arbeiten. Eine andere Person zeigt die Karten in ruhigem Tempo; du reagierst nach einer vorher festgelegten eigenen Regel. Die Übung ist weder DT noch ein Ersatz für ein zugelassenes Testgerät. Sie dient dazu, falsche Zuordnungen und vorschnelle Antworten sichtbar zu machen, ohne technische Messgenauigkeit zu behaupten.

Füge erst dann eine neue Kategorie hinzu, wenn du die bisherigen Zuordnungen erklären und anwenden kannst. Halte die Eingaben einfach. Ein improvisiertes System mit vielen unterschiedlichen Bewegungen kann motorisch unübersichtlich werden und die Fehleranalyse erschweren. Du möchtest wissen, ob ein Signal übersehen oder eine Regel verwechselt wurde. Dafür muss die freie Übung zunächst überschaubar bleiben.

Reaktionszeiten verschiedener Browser, Geräte und Eingabearten sind nicht ohne Weiteres vergleichbar. Ein scheinbar kleiner Zeitunterschied kann mit der technischen Umgebung zusammenhängen. Nutze deshalb keine privaten Klickwerte als Eignungsnachweis. Wenn deine Einladung eine konkrete Vorbereitung freigibt, orientiere dich an dieser Umgebung. Für die methodische Rückschau interessiert dich vor allem die fehlerfreie Anwendung der vorgegebenen Zuordnung.

Ein Lernplan mit wechselnden Schwerpunkten

Du kannst eine Vorbereitungswoche in drei unterschiedliche Arbeitsaufträge aufteilen. Die erste Einheit klärt eine Regel und erstellt einen Ausgangsbefund ohne knappe Zeit. Die nächste nutzt eine neue Variante derselben Regel und beobachtet den Blickweg. Eine weitere Einheit vergleicht Genauigkeit unter einer bewusst gesetzten Zeitvorgabe. Das ist ein Vorschlag zur Lernorganisation, keine verbindliche Anzahl von Übungsterminen.

Lass zwischen den Einheiten Platz für andere Testbereiche. Der Mathematikratgeber für Auswahltests zeigt einen eigenen Lernbereich, der nicht durch Symbolsuche ersetzt wird. Wenn deine Einladung außerdem ein Gespräch oder Gruppenaufgaben nennt, kannst du den Überblick zur Assessment-Center-Vorbereitung nutzen. Die tatsächlichen Schwerpunkte ergeben sich aus deinem konkreten Bewerbungsweg.

Am Ende der Woche überprüfst du eine vorher benannte Schwäche auf unbekanntem eigenen Material. Verwende möglichst ähnliche Bedingungen wie beim Ausgangsbefund. Notiere, welche Veränderung beobachtbar war und was offen bleibt. Wenn du bloß schneller wirst, aber die gleiche Ausnahme weiterhin falsch behandelst, erhält diese Ausnahme in der nächsten Woche Vorrang. Der Plan wird aus deinen Befunden entwickelt, statt allein aus einer beliebigen Zahl geplanter Runden.

Häufige Fragen und Grenzen der Vorbereitung

Solltest du jeden Tag dieselbe Symbolfolge bearbeiten? Das kann Vertrautheit erzeugen, macht den Transfer auf eine neue Anordnung aber schwer beurteilbar. Nutze wechselnde eigene Varianten und wiederhole den Blickweg. Sind d2 und FAKT-II identisch? Nein, das sind verschiedene Verfahren. Ob eines davon in deiner Bewerbung eingesetzt wird, erfährst du erst mit der Einladung.

Kannst du deine Konzentrationsfähigkeit anhand eines einzelnen schlechten Tages einschätzen? Eine freie Übung liefert dafür keine diagnostische Grundlage. Halte stattdessen fest, welche Bedingungen tatsächlich vorlagen. Hast du die Regel gewechselt, das Material vergrößert oder eine Unterbrechung gehabt? Eine sinnvolle Interpretation beginnt mit diesen beobachtbaren Umständen. Persönliche Eigenschaften oder gesundheitliche Ursachen solltest du daraus nicht eigenständig ableiten.

Wann ist eine Vorbereitungseinheit fertig? Wenn du den Arbeitsauftrag bearbeitet, die Fehler geprüft und einen überschaubaren nächsten Schritt festgelegt hast. Mehrere zusätzliche Runden sind nicht automatisch besser. Ein klarer Abschluss hilft dir, Fortschritt an konkreten Handlungen zu erkennen. Offen bleiben die Auswahl des Verfahrens, die Dauer und die Bewertungsregeln, solange deine zuständige Stelle sie nicht für den tatsächlichen Test mitteilt.

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