
Aus dem Kaufmann für Verkehrsservice ist der Kaufmann für Mobilität und Verkehrsservice geworden. Die neue Ausbildungsverordnung stammt vom 14. Januar 2026 und gilt seit dem 1. August 2026. Der Beruf war laut Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) seit 1997 nicht mehr grundlegend überarbeitet worden. Anlass der Neuordnung waren laut BIBB unter anderem die Digitalisierung und veränderte Erwartungen der Kundinnen und Kunden. Wer sich jetzt bewirbt, sieht in Stellenanzeigen oft noch beide Namen. Dieser Ratgeber erklärt, was sich geändert hat und was das für deine Bewerbung bedeutet.
Fit für deinen Einstellungstest?
Vier Aufgabentypen, die den meisten Bewerbern Probleme bereiten. Löse sie in Ruhe — die Lösungen siehst du erst, wenn du die Auswertung anzeigst.
Matrizen
Große Matrix vervollständigen
Welche Figur (A–H) vervollständigt die Matrix?
Zahlenreihen
Wechselreihe fortsetzen
Welche Zahl setzt die Reihe fort?
7 · 100 · 10 · 92 · 16 · 76 · 28 · ?
Räumliches Denken
Würfelnetz zuordnen
Welcher Würfel lässt sich aus dem abgebildeten Netz falten?
Textaufgabe
Mehrstufige Rechenaufgabe
Ein Wasserbehälter wird von Pumpe A allein in 6 Stunden gefüllt, von Pumpe B allein in 4 Stunden. Beide starten gleichzeitig. Nach 1,5 Stunden fällt Pumpe A aus, Pumpe B läuft weiter. Wie lange dauert es insgesamt, bis der Behälter voll ist?
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Das Wichtigste in Kürze
- Der Beruf heißt seit dem 1. August 2026 Kaufmann oder Kauffrau für Mobilität und Verkehrsservice.
- Die Ausbildung dauert regulär drei Jahre.
- Die bisherigen Schwerpunkte entfallen, es gibt jetzt eine gestreckte Abschlussprüfung.
- Neu sind unter anderem Mobilitätsdienstleistungen, Projektarbeit, Deeskalation und die Beratung mobilitätseingeschränkter Reisender.
- Ob sich Einstellungstests durch die Neuordnung ändern, ist nicht veröffentlicht.
Neuer Name, neue Verordnung
Die neue Verordnung wurde am 14. Januar 2026 erlassen und im Bundesgesetzblatt vom 22. Januar 2026 veröffentlicht. Sie trat am 1. August 2026 in Kraft. Gleichzeitig traten zwei ältere Verordnungen mit Ablauf des 31. Juli 2026 außer Kraft: die für Kaufleute für Verkehrsservice von 1997 und die für Kaufleute im Eisenbahn- und Straßenverkehr von 1999.
Laut BIBB arbeiten Kaufleute für Mobilität und Verkehrsservice in öffentlichen und privaten Verkehrsunternehmen, bei Verkehrsverbünden und bei Reiseveranstaltern. Die Ausbildung dauert drei Jahre. In der Praxis bieten Betriebe teils kürzere Ausbildungen an. Die Deutsche Bahn nennt zum Beispiel 2,5 bis 3 Jahre.
Was inhaltlich neu ist
Das BIBB nennt in seiner Pressemitteilung vom Februar 2026 als Schwerpunkte unter anderem:
- Mobilitätsdienstleistungen entwickeln und umsetzen
- projektorientierte Arbeitsweisen
- erweiterte Kompetenzen in Kommunikation und Fremdsprachen
- Problem- und Konfliktlösung sowie Deeskalationstechniken
- Beratung mobilitätseingeschränkter Reisender
Die Verordnung selbst geht noch weiter. Sie verlangt zum Beispiel, intermodale und multimodale Wegeketten zu unterscheiden, also Reisen, bei denen verschiedene Verkehrsmittel kombiniert werden. Neu unter den Inhalten, die die ganze Ausbildung begleiten, ist außerdem, im Arbeitskontext kultursensibel zu handeln.
Was das Berufsbild umfasst
Die Verordnung nennt neun berufstypische Bereiche. In Stichworten:
- personalwirtschaftliche Prozesse
- projektorientiertes Arbeiten
- Entwicklung von Mobilitätsdienstleistungen
- Kundenkommunikation
- Fremdsprachen
- Service und Betreuung
- technische Service- und Notfalleinrichtungen
- Umgang mit Not- und Zwischenfällen
- kaufmännische Steuerung
Vieles bleibt dabei vertraut: Kundenkommunikation, Service und Betreuung sowie der Umgang mit Not- und Zwischenfällen gehören weiter zum Kern des Berufs. Wer gern mit Menschen arbeitet und in Bahnhof, Zug oder Kundencenter für Fahrgäste da sein will, findet sich auch im neuen Berufsbild wieder. Neu ist vor allem, dass Azubis stärker an der Entwicklung von Mobilitätsangeboten und an Projekten mitarbeiten.
Früher legte der Ausbildungsbetrieb einen von zwei Schwerpunkten fest: „Verkauf und Service“ oder „Sicherheit und Service“. Diese Aufteilung gibt es nicht mehr, der Beruf ist ein Monoberuf.
Neue Prüfung
Statt Zwischen- und Abschlussprüfung gibt es jetzt eine gestreckte Abschlussprüfung in zwei Teilen. Teil 1 soll im vierten Ausbildungshalbjahr stattfinden. Geprüft wird dort schriftlich der Bereich Personalwirtschaft und Geschäftsprozesse, 90 Minuten lang, mit einem Anteil von 20 Prozent am Gesamtergebnis. Teil 2 findet am Ende der Ausbildung statt und hat vier Prüfungsbereiche: Notfalleinrichtungen und Sicherheitsmanagement, Mobilitätsdienstleistungen und projektorientiertes Arbeiten, Kommunikation, Service und Betreuung sowie Wirtschafts- und Sozialkunde. Im Bereich Kommunikation, Service und Betreuung wird ein Kundengespräch als Gesprächssimulation geführt. Englisch ist Prüfungsgegenstand: Die Verordnung verlangt, englischsprachige Fachbegriffe anzuwenden und Informationen auf Englisch zu erteilen.
Wichtig: Das alles betrifft die Prüfung am Ende der Ausbildung, nicht den Einstellungstest bei der Bewerbung.
Was das für deine Bewerbung bedeutet
- Beide Namen suchen: Auf Karriereseiten und in Anzeigen steht teils noch „Kaufmann für Verkehrsservice“. Anzeigen der Deutschen Bahn für den Start 2027 tragen den neuen Namen.
- Test: Ob Betriebe ihre Einstellungstests anpassen, ist nicht veröffentlicht. Die Grundlagen wie Rechnen, Deutsch und Logik bleiben sinnvoll.
- Gespräch: Die neuen Inhalte geben dir Stoff für deine Motivation. Kommunikation, Deeskalation und neue Mobilitätsangebote sind gute Themen.
- Englisch: Weil Fremdsprachen in der Ausbildung mehr Gewicht bekommen, lohnt es sich, dein Englisch aufzufrischen.
Wie die Auswahl abläuft, steht im Ratgeber Einstellungstest Mobilität und Verkehrsservice: Ablauf. Voraussetzungen und Zahlen zum Beruf findest du im Ratgeber Ausbildung Mobilität und Verkehrsservice: Bewerbung.
Passende Vorbereitung bei TestBooster
Der Einstellungstest Mobilität und Verkehrsservice von TestBooster führt den neuen Berufsnamen und passt auch für alle, die noch nach Kaufmann für Verkehrsservice suchen. Ab Basis trainierst du Rechnen, Sprache, Logik, Aufmerksamkeit und Allgemeinwissen, dazu die Fachblöcke Verkehrsservice und Kundenservice. Ab Plus kommen Berufsenglisch, Postkorbaufgaben und ein Videokurs zu Assessment und Vorstellungsgespräch dazu. Alle Aufgaben haben erklärte Lösungen. Du zahlst einmal, ohne Abo, und hast lebenslangen Zugang. Simulationen sind nicht enthalten. Es sind eigene Übungsaufgaben, keine Aufgaben eines Betriebs. Eine Zusage über dein Testergebnis gibt es nicht. Mehr findest du auf der Seite zum Einstellungstest Mobilität und Verkehrsservice.
Häufige Fragen
Seit wann gibt es den neuen Namen? Seit dem 1. August 2026. Die Verordnung stammt vom 14. Januar 2026.
Wie lange dauert die Ausbildung? Regulär drei Jahre. Manche Betriebe bieten kürzere Ausbildungen an, die Deutsche Bahn nennt zum Beispiel 2,5 bis 3 Jahre.
Gibt es noch Schwerpunkte? Nein. Die frühere Aufteilung in „Verkauf und Service“ und „Sicherheit und Service“ entfällt.
Ändert sich der Einstellungstest? Das ist nicht veröffentlicht. Die Grundlagen wie Rechnen, Deutsch und Logik bleiben sinnvoll.
Ist die Gesprächssimulation Teil der Bewerbung? Nein. Sie gehört zur Abschlussprüfung am Ende der Ausbildung.
TestBooster ist ein unabhängiger Anbieter und steht in keiner Verbindung zu Verkehrsunternehmen, Verkehrsverbünden oder der Deutschen Bahn. Die Aufgaben sind eigene Übungsaufgaben.