M-Zug Bayern M7

M-Zug Bayern M7: Aufnahme, Prüfung und Vorbereitung

M-Zug Bayern M7: Notenschnitt 2,66, Aufnahmeprüfung, Jahresstoff der 6. Klasse sowie Lernplan für Deutsch, Mathematik und Englisch.

Mutter und Schüler planen gemeinsam die Vorbereitung auf die M7
Kurzantwort: M7 ist die Jahrgangsstufe 7 des Mittlere-Reife-Zugs an der bayerischen Mittelschule. Für die Aufnahme gilt nach § 7 MSO grundsätzlich ein Durchschnitt von 2,66 oder besser aus Deutsch, Mathematik und Englisch im Zwischen- oder Jahreszeugnis der 6. Klasse. Wird der Schnitt nicht erreicht, kann unter den gesetzlichen Voraussetzungen eine Aufnahmeprüfung in verbesserungsfähigen Fächern möglich sein.

Der M-Zug beginnt ab der Jahrgangsstufe 7 und führt in der M10 zum mittleren Schulabschluss. Das Bayerische Kultusministerium beschreibt ihn als Angebot für leistungsstärkere Schülerinnen und Schüler mit eigenem Lehrplan und höheren Anforderungen. Dieser Ratgeber erklärt Aufnahme und Vorbereitung; verbindliche Organisation und Termine nennt die aufnehmende Schule.

M7 richtig einordnen

M7 bedeutet Aufnahme in die siebte Jahrgangsstufe. Wer die 6. Klasse besucht, bereitet sich auf den Übergang vor. Deshalb orientieren sich fachliche Themen grundsätzlich am Jahresstoff der 6. Klasse und nicht am noch unbekannten Stoff der M7.

PunktM7
Ausgangsklassein der Regel Jahrgangsstufe 6
ZielklasseM7
ZeugnisfächerDeutsch, Mathematik, Englisch
Schwellenwert2,66 oder besser
AlternativeAufnahmeprüfung nach § 7 Abs. 2 MSO
Ziel des M-Zugsmittlerer Schulabschluss in Jahrgangsstufe 10

Der M8-Ratgeber betrifft dagegen den Wechsel nach der 7. Klasse in die M8 und hat den Schwellenwert 2,33.

Aufnahme über Zwischen- oder Jahreszeugnis

§ 7 der Bayerischen Mittelschulordnung nennt für M7 eine Durchschnittsnote von 2,66 oder besser aus Deutsch, Mathematik und Englisch:

  • im Zwischenzeugnis der Jahrgangsstufe 6 oder
  • im Jahreszeugnis der Jahrgangsstufe 6.

Die Erziehungsberechtigten stellen den erforderlichen Antrag. Fragen Sie frühzeitig, welche M-Zug-Schule zuständig ist, welche Unterlagen verlangt werden und wie die vorläufige beziehungsweise endgültige Anmeldung abläuft.

Verlassen Sie sich bei Grenzfällen nicht auf selbst erfundene Rundungsregeln. Die aufnehmende Schule berechnet den rechtlich relevanten Durchschnitt und kann den Einzelfall verbindlich einordnen.

Aufnahmeprüfung: wann sie möglich ist

Die Aufnahmeprüfung findet für die Jahrgangsstufen 6 bis 8 in den letzten Tagen der Sommerferien statt. Sie erstreckt sich auf Deutsch, Mathematik und Englisch. Das bedeutet jedoch nicht, dass jedes Kind automatisch alle drei Fächer schreibt.

Eine Prüfungsteilnahme ist nur in Fächern möglich,

  1. in denen eine Notenverbesserung erreicht werden kann und
  2. wenn der notwendige Gesamtdurchschnitt dadurch rechnerisch erreichbar ist.

Nach Beratung durch die Schule entscheiden die Erziehungsberechtigten, in welchen der möglichen Fächer das Kind teilnimmt. Eine Aufnahmeprüfung kann die Note in einem Fach nicht verschlechtern.

Wie entsteht die Gesamtnote?

In einem geprüften Fach werden Jahreszeugnisnote und Prüfungsnote zusammengeführt. Bei einem Durchschnitt von n,5 gibt in der Regel die Prüfungsnote den Ausschlag. In nicht geprüften Fächern bleibt die Jahreszeugnisnote die Gesamtnote. Anschließend wird die Summe der drei Gesamtnoten durch drei geteilt.

Beispiel: Jahreszeugnis Deutsch 3, Mathematik 3, Englisch 3. Eine Prüfungsnote 2 in Mathematik ergibt dort im Regelfall die Gesamtnote 2. Dann lautet der neue Schnitt (3 + 2 + 3) ÷ 3 = 2,66. Ob das Kind in genau dieser Konstellation zugelassen wird und welche Fächer sinnvoll sind, bestätigt die Schule.

Mehr Details finden Sie im Beitrag M7-Voraussetzungen und Notenschnitt.

Welche Aufgaben können vorkommen?

Die Rechtsgrundlage regelt Fächer und Notenbildung, nicht einen landesweit identischen öffentlich einsehbaren Aufgabensatz. Schulverbünde oder Prüfungsschulen können Themenhinweise bereitstellen. Orientierung sind:

  • Lehrplan der 6. Klasse,
  • aktuelle Stoffliste der aufnehmenden Schule,
  • Hinweise zu Arbeitszeit und Hilfsmitteln,
  • schuleigene Muster oder frühere Aufgaben, sofern offiziell freigegeben.

Mathematik

Häufig relevante Grundlagen sind Brüche und Dezimalzahlen, Grundrechenarten, Gleichungen, geometrische Figuren und Körper, Flächen und Rauminhalte, Größen, Daten sowie Sachaufgaben. Der Beitrag M7-Aufnahmeprüfung Mathe enthält einen Diagnose- und Lernplan.

Deutsch

Typisch sind Sachtexte, Textverständnis, Schreiben nach Arbeitsauftrag, Rechtschreibung und Sprachbetrachtung. Entscheidend ist nicht nur Fachwissen, sondern ein vollständiger, geordneter Lösungsweg.

Englisch

Je nach Prüfungsschule können Listening, Reading und Use of English eine Rolle spielen. Der M7-Beitrag zu Deutsch und Englisch zeigt dafür eine ausbalancierte Vorbereitung.

Ein realistischer Vier-Wochen-Plan

WocheZielVorgehen
1AusgangslageJe Fach eine kurze Diagnose, Fehler nach Ursache sortieren
2GrundlagenZwei schwächste Themen täglich 25–30 Minuten trainieren
3TransferGemischte Aufgaben und mindestens eine Sprachaufgabe unter Zeit
4PrüfungspraxisZwei bis drei realistische Teil- oder Gesamtsimulationen mit Auswertung

Ein sinnvoller Wochenrhythmus kann so aussehen:

  • Montag: Mathematik
  • Dienstag: Deutsch
  • Mittwoch: Englisch
  • Donnerstag: Pause oder Fehlerwiederholung
  • Freitag: Mathematik und kurzer Wortschatzblock
  • Samstag: gemischtes Set
  • Sonntag: frei

Die reine Aufgabenmenge ist kein Qualitätsmaß. Jede Einheit braucht eine kurze Auswertung: Was war der Fehler, wie lautet die passende Regel oder Strategie, und kann das Kind eine ähnliche Aufgabe danach selbst lösen?

Höhere Anforderungen im M-Zug

Nach Darstellung des Kultusministeriums erweitert der M-Zug den Unterrichtsstoff, erhöht die Komplexität der Aufgaben und verlangt mehr Selbstständigkeit, Eigenverantwortung und Arbeitstempo. Eine erfolgreiche Aufnahme ist daher nicht nur eine Rechenfrage.

Besprechen Sie ehrlich:

  • Kann das Kind konzentriert und regelmäßig arbeiten?
  • Fragt es nach, wenn es etwas nicht versteht?
  • Kann es Fehler aushalten und verbessern?
  • Wie viel Unterstützung braucht es derzeit?
  • Passt der zusätzliche Anspruch zur Motivation?

Das M-Zug-Ziel ist anspruchsvoll, aber keine Wertung über andere Bildungswege.

Anmeldung und Testtage

Termine werden oft durch eine Prüfungsschule oder einen Schulverbund organisiert. Sie liegen für M7 bis M9 regelmäßig in den letzten Tagen der Sommerferien. Konkrete Uhrzeiten aus einer anderen Region sind nicht automatisch übertragbar.

Checkliste:

  • Zuständige M-Zug-Schule ermitteln.
  • Antrag und Frist schriftlich bestätigen.
  • Jahreszeugnis und weitere Unterlagen bereithalten.
  • Prüfungsfächer nach Beratung festlegen.
  • Themen- und Hilfsmittelliste anfordern.
  • Anfahrt und Beginn planen.
  • Ergebnisweg und Ansprechpartner notieren.

Offizielle Quellen

Stand: 23. August 2026.

TestBooster ist unabhängig von den bayerischen Schulbehörden. Der Kurs und seine Simulationen sind interne Trainingsformate, keine offiziellen Aufnahmeprüfungen.

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