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TMSnat Fakten lernen: Ablauf, Zeiten und Merkstrategien

TMSnat Fakten lernen: 15 Fälle in 6 Minuten einprägen, 50 Minuten Textverständnis dazwischen, 7 Minuten Abruf. Ablauf, Regeln und Merkstrategien.

6 Min. Lesezeit Aktualisiert am 08. Oktober 2026

Studentin mit Tablet in einem hellen Hörsaal – Titelbild zum Ratgeber TMSnat Fakten lernen

Beim TMSnat gibt es eine Aufgabengruppe, für die du vorher nichts auswendig lernen kannst: „Fakten lernen“. Du prägst dir Angaben zu fiktiven Patientinnen und Patienten ein und wirst später dazu befragt. Dieser Ratgeber erklärt Ablauf, Zeiten, Regeln und Merkstrategien. Grundlage sind die Angaben von tms-info.org und der TMSnat-Webseite, Stand 7. Oktober 2026. Der TMSnat soll nach derzeitigem Planungsstand erstmals im Mai 2027 stattfinden. Verbindlich ist am Ende das, was dir nach der Anmeldung und am Testtag mitgeteilt wird.

Beispielaufgaben · Kostenlos & ohne Anmeldung

Beispielaufgaben aus dem Medizinertest-Training

Eigene Übungsaufgaben von TestBooster – keine Aufgaben aus dem Test.

Vier Aufgaben aus Medizin und Naturwissenschaften, zwei davon mit Diagramm, wie du sie im Kurs übst. Löse sie in Ruhe — die Lösungen siehst du erst, wenn du die Auswertung anzeigst.

1

Medizinisch-naturwissenschaftliches Grundverständnis

Volumenfluss im Gefäßmodell

Für einen vereinfachten Gefäßabschnitt gilt Q = ΔP/R. Q ist der Volumenfluss, ΔP der Druckunterschied und R > 0 der Strömungswiderstand. Nach einer Änderung beträgt ΔP das 1,5-Fache und R das 2-Fache seines Anfangswerts. Weitere Einflüsse gibt es im Modell nicht. Der anfängliche Druckunterschied ist positiv (ΔP>0). Wie verhält sich der neue Volumenfluss zum Anfangsfluss?

2

Diagramme und Tabellen

Venn-Diagramm zur Borreliose-Diagnostik

Abbildung: Shekerah Primus, Lavoisier Akoolo, Samantha Schlachter, Kristine Gedroic, Albert D. Rojtman, Nikhat Parveen (2018): Efficient detection of symptomatic and asymptomatic patient samples for Babesia microti and Borrelia burgdorferi infection by multiplex qPCR. PLOS ONE, Abb. 2. © 2018 Primus et al. Bearbeitung: in WebP umgewandelt (verlustfrei), Bildinhalt unverändert. Quelle · Lizenz: CC BY 4.0

Blutproben wurden mit einer quantitativen PCR (qPCR) und zwei serologischen Verfahren auf Hinweise auf Borrelia burgdorferi untersucht. „2-tier Serology“ bezeichnet die zweistufige Serologie, „C6 Lyme ELISA“ den C6-Antikörpertest. Jeder Kreis enthält die in diesem Verfahren positiv erfassten Proben. Die Zahlen stehen für die einzelnen, durch die Kreisgrenzen getrennten Bereiche; die Prozentangaben beziehen sich auf alle in der Abbildung enthaltenen Proben. Welche Aussage über die Anzahl der Proben mit bestimmten Kombinationen positiver Testergebnisse lässt sich aus der Abbildung NICHT ableiten?

3

Biologie

Weg eines Proteins durch die Zelle

Eine Drüsenzelle stellt ein lösliches Protein zur Abgabe nach außen her. Welche Reihenfolge beschreibt seinen üblichen Weg nach Beginn der Translation am rauen ER?

4

Diagramme und Tabellen

Dendrogramm zur Clusteraufteilung

Abbildung: Saba Pasha, Pedram Hassanzadeh, Malcolm Ecker, Victor Ho (2019): A hierarchical classification of adolescent idiopathic scoliosis: Identifying the distinguishing features in 3D spinal deformities. PLOS ONE, Abb. 2. © 2019 Pasha et al. Bearbeitung: in WebP umgewandelt (verlustfrei), Bildinhalt unverändert. Quelle · Lizenz: CC BY 4.0

Das Dendrogramm zeigt die hierarchische Gruppierung von 103 Jugendlichen mit idiopathischer Skoliose anhand ihrer dreidimensionalen Wirbelsäulenform. Die gestrichelten Linien markieren unter anderem Aufteilungen in vier und fünf Cluster. Die gedruckten Patientenzahlen geben die jeweiligen Gruppengrößen an; übergeordnete Gruppen werden nicht zusätzlich mitgezählt. Zwei verschiedene Jugendliche werden zufällig und ohne Zurücklegen aus allen 103 ausgewählt. Für eine Aufteilung mit Gruppengrößen n_i beträgt die Wahrscheinlichkeit, dass beide im selben Cluster liegen, Σ[n_i·(n_i−1)]/[103·102]. Welche Aussage über diese Wahrscheinlichkeit bei den Aufteilungen in vier und fünf Cluster lässt sich aus dem Dendrogramm und der angegebenen Auswahlregel ableiten?

0 von 4 Aufgaben beantwortet

So läuft „Fakten lernen“ ab

Die Aufgabengruppe besteht aus zwei Teilen, zwischen denen eine andere Aufgabengruppe liegt:

  1. Einprägephase (6 Minuten): Du bekommst eine Liste mit 15 fiktiven Patientenbeschreibungen. Jede enthält Name, Alter, Beruf, Geschlecht, Diagnose und ein weiteres Merkmal. Das Geschlecht erkennst du meist an der Berufsbezeichnung.
  2. Textverständnis (50 Minuten): Danach arbeitest du die komplette Aufgabengruppe Textverständnis ab. Mehr dazu im Ratgeber zum Textverständnis.
  3. Reproduktionsphase (7 Minuten): Jetzt beantwortest du 20 Multiple-Choice-Fragen zu Details der Beschreibungen, aus dem Gedächtnis.

Zwischen Lernen und Abrufen liegt also eine lange Phase, in der du dich voll auf eine ganz andere Aufgabe konzentrierst. Die Gruppe gehört zum Teil nach der einstündigen Mittagspause. Den gesamten Aufbau findest du im Überblick zu Aufbau und Ablauf des TMSnat.

Wie viel Zeit bleibt pro Fall?

Rechnerisch sind es 360 Sekunden für 15 Beschreibungen, also etwa 24 Sekunden pro Fall. In der Abrufphase kommen 420 Sekunden auf 20 Fragen, also gut 20 Sekunden pro Frage. Das ist knapp. Die Veranstalter weisen zum Gesamttest darauf hin, dass der Test so angelegt ist, dass im Durchschnitt nur etwa die Hälfte der Aufgaben gelöst wird. Du musst also nicht jeden Fall perfekt behalten, um gut abzuschneiden.

Was die Veranstalter zu Merkstrategien sagen

Auf der TMSnat-Webseite stehen konkrete Hinweise, die wir hier zusammenfassen:

  • Verknüpfen statt auswendig lernen: Verbinde Name, Alter, Beruf, Lebensumstände und Diagnose einer Person aktiv miteinander. Hilfreich sind konkrete Vorstellungen, persönliche Assoziationen oder kurze Geschichten.
  • Geschlecht mitmerken: Es ist im Test eine abgefragte Information und über den Beruf erkennbar.
  • Schwer verknüpfbare Angaben wie Namen oder Zahlen kannst du über Lautähnlichkeiten oder eigene Merkhilfen sichern.
  • Keine starren Systeme: Aufwendige Memotechniken kosten unter Zeitdruck oft zu viel Zeit und folgen meist einer festen Reihenfolge. Im Test werden die Fälle aber in wechselnder Reihenfolge und mit unterschiedlich kombinierten Merkmalen abgefragt.
  • Zeit verteilen: Beschäftige dich möglichst mit allen 15 Fällen, statt dich an wenigen festzubeißen.

Notizen und Regeln

Während der Einprägephase und während des Textverständnisses sind Merkhilfen oder Notizen zu den Fällen nicht erlaubt. Das gilt als Regelverstoß. Wer später in der Abrufphase aus solchen Notizen abschreibt, begeht nach der Regelseite einen schweren Verstoß, der zum Testausschluss führen kann. Ob und was du in der Abrufphase selbst notieren darfst, ist in den Quellen nicht ganz eindeutig: Die Regelseite erlaubt Notizen nur in der Reproduktionsphase, die FAQ formuliert strenger. Halte dich deshalb an die Ansagen der Testleitung. Was sich gegenüber dem bisherigen TMS ändert, erklärt der Ratgeber zu den Unterschieden zwischen TMS und TMSnat.

Ein Beispiel (selbst formuliert, keine Originalaufgabe)

Fall: Lena Moser, 47, Floristin, weiblich, Migräne, Nichtraucherin.

Eine Merkgeschichte: „Die Floristin Lena trägt 47 Rosen und hat dabei Migräne.“ Der Beruf liefert das Geschlecht, die Rosen erinnern an das Alter, die Zahl bleibt mit der Diagnose verbunden.

Mögliche Abruffrage: „Welche Diagnose hatte die 47-jährige Patientin?“ Antwort: Migräne. Eine andere Frage kann dieselben Angaben anders mischen: „Welchen Beruf hatte die Person mit Migräne?“ Antwort: Floristin. Deshalb lohnt es sich, die Merkmale nicht nur in einer Richtung zu lernen.

Typische Fehler

  • Nur den Namen behalten, obwohl nach Kombinationen aus Alter, Beruf, Diagnose oder Merkmal gefragt wird.
  • Zu viel Zeit in die ersten Fälle investieren und die letzten gar nicht mehr lesen.
  • Ein starres System anwenden, das nur in der gelernten Reihenfolge funktioniert.
  • Ähnliche Fälle verwechseln, zum Beispiel zwei Personen mit gleicher Altersdekade oder verwandten Diagnosen.
  • Das Gelernte während des Textverständnisses innerlich ständig wiederholen und dadurch Zeit und Konzentration im Text verlieren. Das ist eine Übungsidee von uns, keine Vorgabe der Veranstalter. Probiere aus, was bei dir funktioniert.

So kannst du dich vorbereiten

  • Format kennenlernen: 15 Fälle, 6 Minuten Einprägen, 7 Minuten Abruf mit 20 Fragen.
  • Mit Stoppuhr üben, von Anfang an mit den echten Zeiten.
  • Eigene, einfache Merkhilfe entwickeln und an mehreren Sets testen, statt ein fremdes System zu übernehmen.
  • Rückwärts abfragen: Beantworte dieselben Angaben aus verschiedenen Richtungen, zum Beispiel erst über die Diagnose, dann über den Beruf.
  • Mit Ablenkung üben: Lege zwischen Einprägen und Abruf einen anderen Übungsdurchlauf, etwa einen Textverständnis-Durchlauf.
  • Ausgeschlafen sein: Das Merken profitiert vom Schlaf vor dem Testtag.

Wie sich Fakten lernen in einen Lernplan einfügt, zeigt der Ratgeber zu Terminen, Anmeldung und Lernplan.

Passende Vorbereitung bei TestBooster

Die TMSnat-Vorbereitung von TestBooster ist auf den TMSnat ausgerichtet und orientiert sich am veröffentlichten Planungsstand. Für Fakten lernen gibt es Theorie und Übungssets mit je 15 Personenfällen und 20 Abruffragen, die du mit den Zeiten 6 und 7 Minuten bearbeitest. Je nach Paket enthält der Kurs über 1.000, über 2.300 oder über 3.400 Übungsaufgaben mit erklärten Lösungen. Theorie zu allen 72 Modulen gibt es schon ab dem Basis-Paket. Jedes Modul folgt einem Lernpfad: Theorie verstehen, üben, dann im Zeitmodus bearbeiten. Ab Premium kommen Simulationen mit Zeitvorgabe und 10 Vollsimulationen dazu, in denen du die Aufgabengruppen am Stück in der geplanten Reihenfolge bearbeitest. Diagramme und Tabellen übst du im Training, einen Teil ab Basis und alle Aufgaben ab Plus. Die Aufgaben sind eigene Übungsaufgaben und bilden keine bestimmten Testfragen nach. Eine Zusage über dein Testergebnis gibt es nicht. Mehr zum Kurs findest du auf der TMSnat-Seite.

Häufige Fragen

Wie viele Fälle muss ich mir bei Fakten lernen merken? Nach den Angaben auf der TMSnat-Webseite sind es 15 fiktive Patientenbeschreibungen mit Name, Alter, Beruf, Geschlecht, Diagnose und einem weiteren Merkmal.

Wie lange dauern Einprägen und Abrufen? Die Einprägephase dauert 6 Minuten, die Reproduktionsphase 7 Minuten. Dazwischen liegt die Aufgabengruppe Textverständnis mit 50 Minuten. Das ist der Planungsstand laut tms-info.org vom 26.06.2026.

Darf ich mir beim Einprägen Notizen machen? Nein. Merkhilfen oder Notizen zu den Fällen in der Einprägephase und im Textverständnis gelten als Regelverstoß. Zur Abrufphase sind die Angaben nicht ganz eindeutig, folge der Testleitung.

Welche Merkstrategie ist die beste? Die Veranstalter empfehlen einfache, auf dich zugeschnittene Merkhilfen: Angaben verknüpfen, Bilder oder kurze Geschichten bilden. Starre, aufwendige Techniken passen schlecht, weil die Fälle in wechselnder Reihenfolge abgefragt werden.

Kann ich Fakten lernen überhaupt trainieren? Die Veranstalter schreiben, dass sich die Merkfähigkeit kurzfristig nur begrenzt beeinflussen lässt. Das Format kennenzulernen, unter Zeitvorgabe zu üben und eine eigene Strategie zu entwickeln, ist aber ausdrücklich sinnvoll.

TestBooster ist ein unabhängiger Anbieter und steht in keiner Verbindung zur ITB Consulting GmbH oder zu den Hochschulen, die den TMSnat einsetzen. Die Aufgaben sind eigene Übungsaufgaben.

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