
Die schriftliche Leistungserhebung in Sachsen betrifft beim Übergang in die fünfte Gymnasialklasse einen genau beschriebenen Aufnahmeweg. Für Familien lohnt es sich, Bildungsempfehlung, Anmeldung und Beratung gemeinsam zu betrachten. Der Kurs Leistungserhebung Sachsen unterstützt das Üben von Lesen, Rechtschreiben, Mathematik und Sachunterricht mit kindgerechten Erklärungen. Seine Lernaufgaben helfen bei der Vorbereitung; sie ersetzen weder die schulische Arbeit noch das anschließende Gespräch.
Im Mittelpunkt stehen hier Kinder nach der vierten Klasse, die keine gymnasiale Bildungsempfehlung erhalten haben und von ihren Eltern am Gymnasium angemeldet werden. Für dieses Verfahren sind Inhalt, Arbeitszeit und Beratungsschritte vorgegeben. Der Artikel erläutert diese Angaben und ergänzt selbst entwickelte Lernfälle. TestBooster ist ein unabhängiges Vorbereitungsangebot und keine Behörde. Andere Klassenstufen, besondere Ausbildungsrichtungen oder ein Wechsel aus dem Ausland können zusätzliche Regeln berühren und brauchen eine gesonderte Prüfung.
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Matrizen
Große Matrix vervollständigen
Welche Figur (A–H) vervollständigt die Matrix?
Zahlenreihen
Wechselreihe fortsetzen
Welche Zahl setzt die Reihe fort?
7 · 100 · 10 · 92 · 16 · 76 · 28 · ?
Räumliches Denken
Würfelnetz zuordnen
Welcher Würfel lässt sich aus dem abgebildeten Netz falten?
Textaufgabe
Mehrstufige Rechenaufgabe
Ein Wasserbehälter wird von Pumpe A allein in 6 Stunden gefüllt, von Pumpe B allein in 4 Stunden. Beide starten gleichzeitig. Nach 1,5 Stunden fällt Pumpe A aus, Pumpe B läuft weiter. Wie lange dauert es insgesamt, bis der Behälter voll ist?
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Welche Anmeldung zur schriftlichen Leistungserhebung führt
Die Informationsseite des Freistaats Sachsen zur Leistungserhebung nennt den maßgeblichen Fall: Ein Kind hat keine Bildungsempfehlung für das Gymnasium erhalten, wird jedoch durch seine Eltern zur Aufnahme in Klassenstufe fünf eines Gymnasiums angemeldet. Dann nimmt es an der schriftlichen Leistungserhebung teil. Aus der bloßen Bezeichnung „Leistungserhebung“ folgt daher keine allgemeine zusätzliche Prüfung sämtlicher Viertklässler.
Legt die Bildungsempfehlung und die aktuelle schulische Rückmeldung zunächst nebeneinander. Was wurde empfohlen, welches Ziel verfolgt die Familie und welche Anmeldung liegt tatsächlich vor? Für die persönliche Zuordnung wendet ihr euch an das gewünschte Gymnasium. Eine Beschreibung aus einer anderen Familie kann hilfreich klingen, betrifft aber möglicherweise eine andere Schulform oder eine besondere Ausbildung.
Sammelt eure Fragen vor dem Kontakt. Beispielsweise: Welcher Verfahrensschritt ist für unser Kind vorgesehen? Wie werden die Unterlagen eingereicht? Wie wird der Beratungstermin vereinbart? So entstehen überprüfbare Antworten. Ihr müsst die Schulregeln nicht selbst auf einen unklaren Einzelfall anwenden und vermeidet, eine allgemeine Orientierung mit der bereits bestätigten Aufnahme an einer bestimmten Schule gleichzusetzen.
Was für die Arbeit im Schuljahr 2026/27 feststeht
Für das Schuljahr 2026/27 sind zwei Termine vorgesehen: der 2. März 2027 als Ersttermin und der 10. März 2027 als Nachtermin. Tragt neben dem Datum auch das zugehörige Schuljahr ein. Dadurch wird eine spätere Suche nach Informationen nicht versehentlich mit einem älteren Terminplan vermischt.
Der Nachtermin ist keine frei wählbare zweite Gelegenheit. Die Schulordnung Gymnasien Abiturprüfung regelt in § 7 das Nachholen bei einer Verhinderung aus wichtigem Grund; über diesen Grund entscheidet die Schulleitung. Falls eine Teilnahme gefährdet ist, klärt die Situation mit der Schule und lasst euch die nötigen nächsten Schritte mitteilen.
Einen vollständigen individuellen Anmeldeplan gibt es nicht. Übernehmt deshalb keine unbestätigte Frist aus einem alten Elternbrief. Haltet Anmeldung, Arbeit und Beratung als getrennte Vorgänge fest. Zu jedem gehört eine eigene Bestätigung. Notiert auch, welche Information noch aussteht, beispielsweise die Uhrzeit oder der Treffpunkt. Ein sorgfältig geführter Kalender unterstützt die Vorbereitung, ohne der Familie einen vermeintlich bereits abgeschlossenen Schulwechsel vorzugaukeln.
Drei Fächer, 60 Minuten und eine Bewertung ohne Note
§ 7 der aktuellen Schulordnung beschreibt eine schriftliche Arbeit, die Deutsch, Mathematik und Sachunterricht zu gleichen Teilen berücksichtigt. Die Arbeitszeit beträgt 60 Minuten. Geschrieben wird an dem Gymnasium, an dem das Kind angemeldet wurde. Aufgaben und Termine werden jährlich landeseinheitlich vorgegeben. Es wäre daher falsch, Sachunterricht wegzulassen oder eine beliebige private Aufgabensammlung zum verbindlichen Prüfungskatalog zu erklären.
Die Arbeit wird nach den vorgegebenen Richtlinien korrigiert und ohne Benotung bewertet. Das bedeutet für die Familienvorbereitung: Eine selbst ausgerechnete Erfolgsquote ist keine schulische Note. Auch eine Grenze wie „ab dieser Punktzahl sicher aufgenommen“ gibt es nicht. Behaltet den Unterschied zwischen Übungsergebnis und offiziellem Schulverfahren im Blick.
Für eine eigene Lernrunde könnt ihr Aufgaben aus allen drei Bereichen zusammenstellen. Die 60 Minuten der echten Arbeit sind dabei eine Verfahrensangabe; euer Übungsumfang muss nicht von Beginn an dieselbe Länge haben. Beginnt mit verständlichen Teilaufgaben und erhöht den Umfang erst, wenn das Kind deren Arbeitsauftrag erklären kann. Eine unbekannte Aufgabe unter Zeitdruck zu wiederholen bringt wenig, solange die Ursache der Schwierigkeit ungeklärt bleibt.
Das Beratungsgespräch als eigenen Schritt vorbereiten
Nach § 7 wird bei der Anmeldung schriftlich ein Beratungstermin mit den Eltern vereinbart. Das Ergebnis der Leistungserhebung wird im Gespräch mitgeteilt und dient der Empfehlung zum weiteren Bildungsweg. Das Sächsische Schulgesetz nennt in § 34 daneben die Bildungsempfehlung sowie das zuletzt erstellte Jahreszeugnis und die zuletzt erteilte Halbjahresinformation als Gesprächsgrundlagen.
Die gesetzlichen Folgen sind relevant: Erscheint ohne wichtigen Grund kein Elternteil, gilt die Anmeldung als zurückgenommen. Empfiehlt das Gymnasium weiterhin die Oberschule, müssen Eltern innerhalb von drei Wochen schriftlich mitteilen, wenn sie an der Gymnasialanmeldung festhalten möchten. Auch das Unterlassen dieser Mitteilung hat die im Gesetz beschriebene Rücknahmefolge; eine erneute Anmeldung zum bevorstehenden Schuljahr ist dann ausgeschlossen.
Bereitet daher sowohl sachliche Fragen als auch die Organisation des Gesprächs vor. Wer nimmt teil, wann findet es statt und welche Unterlagen sind bereits vorhanden? Nach dem Gespräch lest ihr die schriftlichen Hinweise und haltet mögliche Fristen fest. Bei einer Verhinderung oder einer unklaren Mitteilung klärt ihr den Vorgang mit der Schule. Das Ergebnis einer privaten Lernrunde verändert diese organisatorischen Pflichten nicht.
Deutsch: Erst den Arbeitsauftrag, dann die Textstelle lesen
Für eine eigene Leseübung schreibt ihr einen kurzen Sachtext: „Im Schulgarten wurden am Montag drei Beete gegossen. Am Dienstag fiel Regen. Deshalb goss die Klasse nur die Pflanzen im überdachten Eingang. Am Mittwoch prüften zwei Kinder die Erde in allen Beeten.“ Eine passende Frage lautet: Warum wurde am Dienstag nur ein Teil der Pflanzen gegossen? Das Kind sucht die erklärende Textstelle und antwortet mit Bezug auf den Regen und den überdachten Bereich.
Eine weitere Frage prüft die Informationsgrenze: Welche Pflanzensorte stand im dritten Beet? Darüber sagt der Text nichts. Das Kind darf diese Lücke feststellen. Besprecht den Unterschied zwischen „Ich weiß es aus meiner Erfahrung“ und „Das steht in diesem Text“. Bei einer textbezogenen Frage muss die Antwort zur vorhandenen Information passen.
Im Ratgeber zu KOMPASS-4-Deutschaufgaben findet ihr ergänzende Ideen zur Textarbeit. KOMPASS 4 ist ein Verfahren aus Baden-Württemberg. Seine Regeln und Termine werden nicht auf Sachsen übertragen. Als methodische Anregung kann eine Übung dennoch nützlich sein, wenn ihr sie passend zum Grundschulstand eures Kindes auswählt und die Ländergrenzen deutlich macht.
Sprache und Rechtschreibung mit einer Begründung üben
Nutzt einen selbst formulierten Satz aus dem Alltag: „Die Kinder suchen den verschwundenen Schlüssel.“ Das Kind markiert, wer etwas tut, und welches Wort die Handlung bezeichnet. Danach verändert es die handelnde Person: „Das Kind sucht den verschwundenen Schlüssel.“ Vergleicht, was sich sprachlich ändern musste. Die Erklärung soll sich auf den Satz beziehen und nicht allein auf eine auswendig gelernte Wortliste.
Für eine Rechtschreibübung sammelt ihr einige Wörter aus einem eigenen kurzen Text. Das Kind wählt zwei unsichere Stellen aus und beschreibt einen möglichen Prüfweg. Beispielsweise kann eine andere Wortform eine Endung hörbarer machen. Kontrolliert anschließend mit einer passenden schulischen Erklärung, ob der Prüfweg für dieses Wort tatsächlich geeignet ist. Nicht jede Methode löst jede Schwierigkeit.
Verbindet die Korrektur mit einem neuen eigenen Satz. So wird das geprüfte Wort in einem sinnvollen Zusammenhang verwendet. Haltet im Lernheft fest, was das Kind selbst erklären konnte und wo es Unterstützung brauchte. Diese Übung begründet keinen angekündigten Rechtschreibteil mit fester Wortzahl und keine bestimmte Gewichtung einer einzelnen Aufgabe. Vorgegeben ist das Fach Deutsch, kein privater Detailkatalog.
Mathematik: Eine Tabelle lesen und die Rechnung kontrollieren
Eine selbst entwickelte Sachaufgabe verwendet drei Klassen mit 22, 24 und 21 Kindern. Für jedes Kind wird eine kleine Karte vorbereitet. Zusammen werden 67 Karten benötigt. Fragt zuerst, welche Zahlen addiert werden müssen und warum. Danach prüft das Kind seine Rechnung mit einem zweiten Weg, beispielsweise 22 plus 21 ergibt 43, dazu kommen 24.
Nun liegen 80 Karten bereit. Wie viele bleiben übrig? Aus 80 minus 67 folgen 13 Karten. Ein unpassender Rechenweg wäre die erneute Addition sämtlicher Zahlen einschließlich der 80. Die Geschichte legt fest, welche Zahl den Bestand beschreibt und welche den Bedarf. Eine beschriftete Tabelle mit diesen beiden Begriffen kann die Beziehung verdeutlichen.
Wiederholt die Aufgabe später mit veränderten Zahlen und einer anders formulierten Frage. Dadurch erkennt ihr, ob das Kind die Situation verstanden hat oder lediglich einen bekannten Rechenablauf reproduziert. Die KOMPASS-4-Matheaufgaben bieten weitere methodische Beispiele aus einem anderen Bundesland. Übernehmt passende Rechenideen gezielt; die sächsische Arbeit enthält zusätzlich Sachunterricht und folgt ihren eigenen Vorgaben.
Sachunterricht: Beobachtung, Wissen und Vermutung trennen
Ein eigenes Trainingsblatt beschreibt zwei Messungen: Im Schatten werden 18 Grad, an einer sonnigen Stelle 23 Grad gemessen. Die Frage nach dem Unterschied lässt sich aus den angegebenen Werten beantworten: fünf Grad. Die Frage, ob der gesamte Schulhof immer wärmer als der Schattenplatz ist, geht über diese zwei Beobachtungen hinaus. Für eine solche Aussage fehlen weitere Messungen und Bedingungen.
Das Kind kann seine Antwort in drei Felder ordnen: Was ist mitgeteilt? Was folgt daraus? Was bleibt unbekannt? Dieser Aufbau hilft auch bei Bildern, kurzen Sachtexten und Schaubildern. Achtet darauf, dass die Beschreibung tatsächlich sichtbare oder ausdrücklich genannte Merkmale wiedergibt. Eine vermutete Ursache sollte als Vermutung erkennbar bleiben.
Für ein weiteres selbst entwickeltes Beispiel zeichnet ihr einen einfachen Schulwegplan mit drei gekennzeichneten Orten. Das Kind beschreibt die Reihenfolge eines angegebenen Weges und unterscheidet sie von der kürzesten Verbindung. Beide Fragen verlangen andere Überlegungen. Die Aufgabe dient der Vorbereitung auf genaues Lesen und Darstellen. Sie behauptet keine bestimmte Themenliste oder einen festen Planvergleich im echten Sachunterrichtsanteil der Leistungserhebung.
Einen gemischten Durchlauf auswerten, ohne eine Aufnahme zu berechnen
Wenn einzelne Lernschritte sicherer werden, stellt ihr eine kleine gemischte Runde zusammen: ein Text, eine Rechenaufgabe und ein selbst entwickelter Sachunterrichtsfall. Das Kind liest zuerst alle Aufträge und beginnt dann selbstständig. Haltet die Bedingungen eurer Übung fest, damit spätere Ergebnisse sinnvoll vergleichbar sind. Wurde erklärt, nachgefragt oder eine Aufgabe gemeinsam begonnen, gehört das zur Auswertung.
Sortiert Schwierigkeiten nach ihrer Ursache. Ein fehlender Textbeleg verlangt eine andere Wiederholung als ein unsicherer Subtraktionsschritt. Eine falsche Antwort kann auch entstehen, weil eine Frage mit „warum“ wie eine Frage mit „wie viele“ behandelt wurde. Die nächste Übungsrunde sollte an dieser konkreten Beobachtung ansetzen und eine neue Aufgabe verwenden.
Für den Umgang mit schulischen Rückmeldungen kann der Ratgeber zu KOMPASS-4-Ergebnis und Gymnasium als Vergleich dienen. Seine rechtlichen Aussagen betreffen Baden-Württemberg. Für Sachsen bleiben § 7 SOGYA und § 34 des Schulgesetzes maßgeblich. Aus diesem Vergleich entsteht weder eine übertragbare Punkteschwelle noch eine allgemeine Zusage für die gewünschte Schule.
Von der Übungsphase zur bewussten Bildungsentscheidung kommen
Eine mögliche Vorbereitung verteilt sich auf kurze Einheiten mit klaren Zielen. Zu Beginn untersucht ihr Textverständnis und Rechenwege. Danach nehmt ihr Sachunterricht gezielt hinzu und verbindet die Bereiche. Gegen Ende steht eine gemischte Runde, deren Fehler das Kind erklären kann. Die Länge dieser Phase richtet sich nach eurem Alltag und dem beobachteten Lernbedarf; der Vorschlag ist keine schulische Teilnahmevoraussetzung.
Besprecht daneben, weshalb die Familie das Gymnasium anstrebt. Welche Interessen zeigt das Kind? Wie erlebt es selbstständiges Arbeiten? Was berichtet die Grundschule über seine Entwicklung? Diese Fragen sollen ein Gespräch öffnen. Ihr braucht keine vorformulierte Musterbegründung, sondern eine verständliche Beschreibung des tatsächlichen Kindes. Hört auch zu, wenn es selbst Unsicherheit oder einen anderen Wunsch äußert.
Selbst ein geklärter Bildungsweg ist nicht automatisch eine Zusage für einen bestimmten Standort. § 34 Absatz 6 des Schulgesetzes ordnet die Aufnahmeentscheidung der Schulleitung im Rahmen verfügbarer Ausbildungsplätze zu. Klärt daher den schulischen Ablauf und behaltet offene Punkte sichtbar. Eine solide Vorbereitung verbindet fachliches Lernen mit verlässlicher Kommunikation; die Rückmeldung der Schule wird anschließend mit ihrem vollständigen Kontext gelesen.